• 09.07.2022
      22:30 Uhr
      Wer hat Angst vorm Regenbogen? Queer in Osteuropa | tagesschau24
       

      Exemplarisch für den Umgang mit der LGBTIQ-Community in Osteuropa schauen wir auf drei Länder, die es queeren Menschen fast unmöglich machen zu existieren: Ungarn, Russland und Georgien. Anfeindung, Diskriminierung und Ausgrenzung gehören zum Alltag und führen auch zu entsprechenden Gesetzgebungen.

      Samstag, 09.07.22
      22:30 - 23:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Exemplarisch für den Umgang mit der LGBTIQ-Community in Osteuropa schauen wir auf drei Länder, die es queeren Menschen fast unmöglich machen zu existieren: Ungarn, Russland und Georgien. Anfeindung, Diskriminierung und Ausgrenzung gehören zum Alltag und führen auch zu entsprechenden Gesetzgebungen.

       

      Exemplarisch für den Umgang mit der LGBTIQ-Community in Osteuropa schauen wir auf drei Länder, die es queeren Menschen fast unmöglich machen zu existieren. Anfeindung, Diskriminierung und Ausgrenzung gehören zum Alltag und führen auch zu entsprechenden Gesetzgebungen.

      • Ungarn

      Ein Gesetz in Ungarn macht es Trans-Menschen unmöglich Geschlecht und Vornamen auf amtlichen Dokumenten ändern zu lassen – künftig darf nur
      noch das "Geschlecht bei Geburt" vermerkt werden. Eine Katastrophe für die Community: Jede Situation, in der sich Trans-Personen ausweisen müssen, ist nun eine potentielle Gefahr.
      Alex wurde als Mädchen erzogen, lebt aber mittlerweile als Mann. In seiner Heimat Ungarn ist das fast unmöglich geworden. Der 25-Jährige will mit seiner Verlobten Ungarn verlassen und nach Kanada auswandern. Krisztina (43) hat sich in ein kleines Dorf geflüchtet und lebt mit Partner auf einem Bauernhof völlig abgeschieden vom Rest der Welt. Krisztina ist Aktivist*in, arbeitet als Menschenrechtsverteidiger*in für eine Trans-NGO und initiierte eine vielfach unterzeichnete Petition, deren Ziel es war das Gesetz zu verhindern. Wir begleiten die beiden bei ihren täglichen Kämpfen in einem Land, das sie nicht akzeptiert.
      Trotz rechtlicher Fortschritte in den letzten Jahren herrscht in vielen europäischen Ländern eine zunehmend feindliche Stimmung gegenüber queeren Menschen – auch in Deutschland steigt die Zahl der Gewalttaten gegen LGBTIQ-Personen an.

      • Russland

      Der 21-jährige Alex aus Moskau studiert Journalismus und ist Teil der russischen Voguing-Szene. Der expressive Tanzstil entstand in den 1970er Jahren in New York und wurde spätestens durch den Madonna Song "Vogue" weltweit zum Symbol der queeren Community und Subkultur. Alex und seine Freund*innen haben sich mit Tanzveranstaltungen - den sogenannten Ballrooms – einen Zufluchtsort geschaffen, denn die russische Politik ist homofeindlich und es ist gesetzlich sogar verboten, sogenannte Homo-Propaganda zu verbreiten.  Das Gesetz aus dem Jahr 2013 verstärkte die ohnehin seit langem bestehende Feindseligkeit gegenüber LGBTIQ-Personen in Russland. Trotz der Schwierigkeiten in Russland, unterrichtet Alex Voguing, produziert aufwendige Tanzvideos und nimmt an großen Tanzveranstaltungen teil. 

      • Georgien

      Eine Gruppe schwuler und lesbischer Aktivist*innen im erzkonservativen Georgien setzt sich seit Jahren für queere Rechte ein und versucht, eine Pride Parade zu organisieren. Im Land herrscht eine feindliche Stimmung gegenüber der LGBTIQ-Community, viele Anhänger der Kirche schrecken nicht vor Gewalt zurück. 
      Das bekamen die Aktivist*innen bereits zu spüren: Der 25-jährige Tamaz erhielt Morddrohungen und die 31-jährige Ana landete im Krankenhaus, nachdem ihr ein Gegendemonstrant einen Stein gegen den Kopf geworfen hat. Beide lassen sich aber nicht mehr weiter einschüchtern und setzen sich für ihre Rechte ein.

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      Samstag, 09.07.22
      22:30 - 23:15 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 03.10.2022