• 20.03.2023
      22:00 Uhr
      45 Min - Hauptsache kein Fleisch Was bringen Veggie-Burger und Co.? | NDR Fernsehen
       

      Immer mehr Fleischalternativen füllen die Regale der Supermärkte. Doch taugen die pflanzlichen Ersatzprodukte wirklich, den Klimawandel aufzuhalten? Und wie nachhaltig und gesund sind sie? Die Dokumentation schaut hinter die Kulissen von Produktion und Vertrieb der pflanzlichen Ersatzprodukte und spricht mit Befürwortern und Kritikern.

      Montag, 20.03.23
      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Immer mehr Fleischalternativen füllen die Regale der Supermärkte. Doch taugen die pflanzlichen Ersatzprodukte wirklich, den Klimawandel aufzuhalten? Und wie nachhaltig und gesund sind sie? Die Dokumentation schaut hinter die Kulissen von Produktion und Vertrieb der pflanzlichen Ersatzprodukte und spricht mit Befürwortern und Kritikern.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktion Johanna Walter
      Kathrin Becker
      Autor Susanne Roser

      Immer mehr Fleischalternativen füllen die Regale der Supermärkte. Doch taugen die pflanzlichen Ersatzprodukte wirklich, den Klimawandel aufzuhalten? Und wie nachhaltig und gesund sind sie? Die Dokumentation schaut hinter die Kulissen von Produktion und Vertrieb der pflanzlichen Ersatzprodukte und spricht mit Befürwortern und Kritikern.

      Die Produktion von Fleisch und Milchprodukten gilt als Klimasünde. Sie verbraucht Unmengen an Fläche und Wasser und bläst dazu gehörige Mengen an Treibhausgasen in die Luft. Um dem entgegenzusteuern, wurde im Koalitionsvertrag der Bundesregierung eine Ernährungsstrategie vereinbart. Die Menschen in Deutschland sollen in Zukunft weniger tierische Produkte essen. Eine Schlüsselrolle wird dabei den sogenannten alternativen Proteinen zugeschrieben. Pflanzlicher Fleisch-, Milch- oder Käseersatz, wie er zunehmend die Supermarktregale füllt. Allein 2022 wurden nach Angaben vom US-amerikanischen Wirtschaftsinformationsdienst Crunchbase 5,8 Milliarden Dollar in die weitere Entwicklung investiert. Die Unternehmensberatung Kearney prophezeit bereits "das Ende der Fleischproduktion, wie wir sie kennen". Doch was bedeutet diese Entwicklung für die Gesellschaft? Und ist das die Ernährungswende, die gebraucht wird?

      Marlene Berger-Stöckl ist Projektleiterin der Ökomodellregion Waginger See und sieht die Entwicklung kritisch. Ihre Sorge: Der Hype könnte zu Lasten der ökologischen Wende in der Landwirtschaft gehen und so mit dem Ziel kollidieren, 30 Prozent Bioproduktion bis 2030 zu erreichen. Das Problem: Die wenigsten pflanzlichen Alternativen sind nachhaltig erzeugt, aus Preisgründen. In den Augen der Agrarwirtin fatal. Auch sei die Kuh nicht per se ein Klimakiller und stehe zu Unrecht am Pranger. Tierhaltung habe in vielen Regionen ihre Berechtigung, vorausgesetzt, es handele sich um extensive Weidehaltung. Diese erhalte die Artenvielfalt auf Wiesen und Almen, benötige kein zusätzliches Kraftfutter und mache mineralische Dünger überflüssig. Die Forderung der Agraringenieurin: mehr Differenzierung in der gegenwärtigen Debatte!

      Autorin Susanne Roser macht sich selbst ein Bild und taucht ein in die Zukunftslabore, wo an neuen Proteinersatzprodukten getüftelt wird. Wie gesund und nachhaltig sind sie? Sie begleitet Tierschützer bei ihren Protesten gegen die Fleischindustrie im Oldenburger Land. Wie stehen sie zu Fleischersatz, der zum Teil von denselben Herstellern, z. B. Tönnies oder der PHW-Gruppe (Wiesenhof), vertrieben wird? Sie spricht mit Investoren, die mit ihrem Risikokapital die Welt retten wollen, wie sie sagen, und mit der Politik. Ist es richtig, künftig Fleisch höher zu besteuern und pflanzliche Produkte geringer, ohne Ansehung ihrer Qualität und Nachhaltigkeit?

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