• 30.07.2022
      16:30 Uhr
      Weltspiegel-Reportage: Aus für die Mafia? Der Maxi-Prozess in Italien | Das Erste
       

      Seit Januar 2021 findet in der süditalienischen Stadt Lamezia Terme der so genannte "Maxi-Prozess" statt: Das größte Anti-Mafia-Verfahren seit den legendären Ermittlungen der von der Cosa Nostra ermordeten Staatsanwälte Giovanni Falcone und Paolo Borsellino.
      Die Reportage zeichnet den beruflichen Weg des unbeirrbaren Staatsanwaltes nach und gibt Einblicke in die Fortschritte und die Hintergründe dieses für die Bekämpfung der Mafia so wichtigen Prozesses.

      Samstag, 30.07.22
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Seit Januar 2021 findet in der süditalienischen Stadt Lamezia Terme der so genannte "Maxi-Prozess" statt: Das größte Anti-Mafia-Verfahren seit den legendären Ermittlungen der von der Cosa Nostra ermordeten Staatsanwälte Giovanni Falcone und Paolo Borsellino.
      Die Reportage zeichnet den beruflichen Weg des unbeirrbaren Staatsanwaltes nach und gibt Einblicke in die Fortschritte und die Hintergründe dieses für die Bekämpfung der Mafia so wichtigen Prozesses.

       

      Seit Januar 2021 findet in der süditalienischen Stadt Lamezia Terme der so genannte "Maxi-Prozess" statt: Das größte Anti-Mafia-Verfahren seit den legendären Ermittlungen der von der Cosa Nostra ermordeten Staatsanwälte Giovanni Falcone und Paolo Borsellino. 325 Italiener – unter ihnen auch Anwälte, Buchhalter, Unternehmer und Politiker – sitzen auf der Anklagebank. Verhandelt werden 435 Anklagepunkte, die die Staatsanwaltschaft in 30 Bänden auf 13.000 Seiten zusammengetragen hat. 600 Anwälte und 224 Ankläger nehmen teil – in einem extra für den Maxi-Prozess erbauten "Bunker", der Platz für gut 1.000 Personen bietet.

      Chefankläger ist der Ermittler und Behördenleiter der Staatsanwaltschaft der Region Catanzaro, Nicola Gratteri. Seit gut mehr als 40 Jahren jagt er kalabrische Mafiosi, ihre Bosse und deren mächtige Helfer in der Wirtschaft und Politik – nicht nur in Italien, sondern weltweit.

      Und immer wieder laufen auch Mafiafäden in Deutschland zusammen:

      In Süddeutschland hatte ein ehemaliger Promi-Wirt mehr als 30 Jahre lang im Grunde unbehelligt sein mafiöses Unwesen betreiben und dabei mit Komplizen ein Netzwerk von schätzungsweise 150 Lokalen aufbauen können.

      Grundlage seiner Verhaftung war die sogenannte Operation "Stige". Eine Großrazzia, die im Januar 2018 zu 169 Festnahmen führte – darunter zu elf Verhaftungen in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

      Mächtige Feinde hat sich der kalabrische Chefermittler durch seine schonungslosen Ermittlungen gemacht. Allein die Anklage des Anwalts, früheren italienischen Senators und Mitinitiators von Silvio Berlusconis "Forza Italia", Giancarlo Pittelli hat ihn in einigen politischen Kreisen zur "Persona non grata" gemacht, und Morddrohungen erhält er mittlerweile nicht mehr nur aus dem eigenen Land.

      Die Reportage zeichnet den beruflichen Weg des unbeirrbaren Staatsanwaltes nach und gibt Einblicke in die Fortschritte und die Hintergründe dieses für die Bekämpfung der Mafia so wichtigen Prozesses.

      Film von Christian Gramstadt

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.09.2022