• 24.06.2022
      00:20 Uhr
      Leben im Fuchun-Gebirge Spielfilm China 2019 | arte
       

      Drei Generationen einer Familie kämpfen in einer kleinen Stadt im Osten Chinas mit der Modernisierung des Landes. Als die demente Mutter bei der Feier zu ihrem 70. Geburtstag einen Herzinfarkt erleidet und ein Pflegefall, gerät die Familie, durch Geldnot und Reibungen schon vorher an der Belastungsgrenze, in eine Krise. Regisseur Gu Xiaogang zeichnet in seinem international gefeierten Spielfilmdebüt den Alltag in einem vom Umbruch geprägten Ort, der - idyllisch gelegen in einem Flusstal - in letzter Instanz am meisten von Beständigkeit der Naturgewalten geprägt ist.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 24.06.22
      00:20 - 02:45 Uhr (145 Min.)
      145 Min.
      Original mit Untertitel Stereo

      Drei Generationen einer Familie kämpfen in einer kleinen Stadt im Osten Chinas mit der Modernisierung des Landes. Als die demente Mutter bei der Feier zu ihrem 70. Geburtstag einen Herzinfarkt erleidet und ein Pflegefall, gerät die Familie, durch Geldnot und Reibungen schon vorher an der Belastungsgrenze, in eine Krise. Regisseur Gu Xiaogang zeichnet in seinem international gefeierten Spielfilmdebüt den Alltag in einem vom Umbruch geprägten Ort, der - idyllisch gelegen in einem Flusstal - in letzter Instanz am meisten von Beständigkeit der Naturgewalten geprägt ist.

       

      Idyllisch gelegen in einem Flusstal im Osten Chinas: Was einst als Rückzugsort für Künstler*innen galt, wird jetzt vom gesellschaftlichen Wandel in Atem gehalten . Der zieht in der kleinen Stadt den Abriss und Neubau von Wohnkomplexen nach sich - gefolgt von rasant steigenden Preise.

      Die Auswirkungen erzählt der Regisseur anhand einer Familie. Die Matriarchin feiert ihren 70. Geburtstag im Restaurant ihres ältesten Sohns. Alle sind gekommen, um das Familienoberhaupt zu ehren, als die alte Damie plötzlich einen Herzinfarkt erleidet. Im Krankenhaus wird diagnostiziert, dass sich auch ihre Demenz verschlechtert hat und die Seniorin betreut werden muss. Doch geplagt von den wirtschaftlichen Entwicklungen haben die vier Söhne bereits mit ihrem eigenen Leben zu kämpfen: Der Älteste hat mit seinem Restaurant alle Hände voll zu tun; der Zweite lebt mit seiner Frau auf einem kleinen Fischerboot; der Dritte kümmert sich alleine um seinen Sohn mit Down-Syndrom und der Jüngste verfügt über keinerlei Verantwortungsbewusstsein. Hinzu kommen ständige Geldsorgen und Gläubiger, die mit Gewalt Rückzahlungen fordern. Die jüngste Generation der Familie versucht währenddessen den Frühlingsgefühlen Herr zu werden und sich von den Eltern zu emanzipieren.

      „Chun Jiang Shui Nuan“ erzählt diese familiären Reibungen mit Empathie für beide Seiten und öffnet den Blick für verschiedene Lebensperspektiven. Regisseur Gu Xiaogang arbeitet mit den Elementen der Natur, die gewaltiger als die Sorgen und Probleme der Menschen sind und sie gleichzeitig begleiten, im Rhythmus der Jahreszeiten. Wobei schlussendlich die umgebenden Naturgewalten, das Gebirge und der Fluss, die beständigste Konstante im Leben der Menschen bilden.

      Regisseur Gu Xiaogang studierte Kostümdesign und Marketing, bevor er zum Film wechselte. Mit seinem Spielfilmdebüt „Chun Jiang Shui Nuan“, für das er auch das Drehbuch verfasste, wurde er in die Semaine de la Critique nach Cannes eingeladen. Um alle Jahreszeiten einzufangen, zogen sich die Dreharbeiten über zwei Jahre von 2017 bis 2019 hin. Der Film bildet den ersten von drei Teilen und wurde international auf Filmfestivals nominiert und ausgezeichnet.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 24.06.22
      00:20 - 02:45 Uhr (145 Min.)
      145 Min.
      Original mit Untertitel Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.09.2022