• 17.05.2022
      12:10 Uhr
      Re: Flucht vor Putin Russen in Georgien | arte
       

      Mehr als 30.000 Russen sind seit dem Überfall auf die Ukraine aus ihrem Land nach Georgien geflohen. Nur mit dem Handy in der Hosentasche musste Artyom Petukhov, der Organisator einer Anti-Kriegsdemonstration, vor dem Putin-Regime flüchten. Egor Kuroptev, ein Exilrusse, der seit 2012 in Georgien lebt, ist für viele Russen die erste Anlaufstelle und hilft ihnen Fuß zu fassen. Viele Georgier sind jedoch skeptisch, mitunter auch feindselig gegenüber den Neuankömmlingen aus dem verhassten Nachbarland.

      Dienstag, 17.05.22
      12:10 - 12:45 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Mehr als 30.000 Russen sind seit dem Überfall auf die Ukraine aus ihrem Land nach Georgien geflohen. Nur mit dem Handy in der Hosentasche musste Artyom Petukhov, der Organisator einer Anti-Kriegsdemonstration, vor dem Putin-Regime flüchten. Egor Kuroptev, ein Exilrusse, der seit 2012 in Georgien lebt, ist für viele Russen die erste Anlaufstelle und hilft ihnen Fuß zu fassen. Viele Georgier sind jedoch skeptisch, mitunter auch feindselig gegenüber den Neuankömmlingen aus dem verhassten Nachbarland.

       

      Für viele Russen ist Georgien ein Zufluchtsort, um der Gewalt des Staates oder den westlichen Sanktionen zu entkommen. Unter den Georgiern wächst indessen die Besorgnis, dass Tausende von russischen Bürgern darüber nachdenken, nach Georgien umzusiedeln. Viele Georgier fordern von der Regierung, ein strenges Visaregime für Russen einzuführen - zwischen der „Flucht vor dem Diktator“ und der „Flucht vor Sanktionsbeschwerden“ zu unterschieden.

      Quasi nur mit dem Handy in der Hosentasche musste Artyom Petukhov, der Organisator einer Anti-Kriegsdemonstration, vor dem Putin-Regime flüchten. Bei Egor Kuroptev, einem Exilrussen, der seit über zehn Jahren in Georgien lebt, fand er Unterstützung. Tanja aus Moskau ist keine Aktivistin, möchte jedoch ihren vier Kindern in Georgien eine Zukunft bieten und schlägt sich auf eigene Faust durch.

      Politisch ist die Situation in Georgien angespannt, denn seit dem Kaukasus-Krieg 2008 sind 20 Prozent ihres Territoriums von Russland besetzt. Freiwillige aus Georgien kämpfen auf der Seite der Ukrainer in „eigener Sache“ gegen Russland und riskieren ihr Leben.

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