• 14.12.2021
      19:20 Uhr
      Kulturzeit Moderation: Cécile Schortmann | 3sat
       

      Themen u.a.:

      • Corona und die große Gereiztheit
      • Ukraine-Krise - Gespräch mit Sabine Fischer
      • Memorial-Protest in Berlin
      • Frauenpower in der DDR
      • die Gebrüder Grimm

      Dienstag, 14.12.21
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Themen u.a.:

      • Corona und die große Gereiztheit
      • Ukraine-Krise - Gespräch mit Sabine Fischer
      • Memorial-Protest in Berlin
      • Frauenpower in der DDR
      • die Gebrüder Grimm

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Cécile Schortmann
      • Corona und die große Gereiztheit

      Fast zwei Jahre Pandemie und kaum ein Ende in Sicht. Das Corona-Virus hat sich laut einer aktuellen Studie in mehr als 190 Ländern der Welt ausgebreitet. Fast 270 Millionen Menschen sind an der SARS Cov-2-Infektion erkrankt, die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf rund fünf Millionen. Die große Hoffnung in der Weltgesundheitskrise: Impfungen. Doch allein in Österreich ist rund ein Drittel der Bevölkerung dagegen. Seit Wochen demonstrieren Impfgegner, Corona-Skeptiker und jene rechtsradikalen Gruppen, die mit Judensternen versuchen, andere für ihre Sache zu missbrauchen. Ihr Widerstand gegen den Staat und seine Pandemie-Politik macht deutlich, wie aufgeheizt die Stimmung im Land ist.

      Während die Protestierenden selbst vor Krankenhäusern "Freiheit" skandieren, kämpft drinnen das Gesundheitspersonal um das Leben der Covid-Patienten, erzählt der Krankenpfleger und Fotograf Günter Valda. Sein neues Fotoprojekt nennt er "Die Gesichter der Pandemie. Kein Lächeln sichtbar". Hunderte Selfies von den durch die Corona-Herausforderungen gezeichneten Gesichtern hat er dafür aus den Spitälern bekommen. Verzweiflung, Wut und Angst ist darin zu sehen.

      Die für 1. Februar 2022 avisierte Impfpflicht befeuert zusätzlich die zunehmende Emotionalisierung im Land. "Eine große Gereiztheit" erkennt Bernhard Pörksen, die unsere gesellschaftlichen Auseinandersetzungen schon seit Längerem vergiftet.

      • Russland und der Ukraine-Konflikt - Gespräch mit Sabine Fischer

      Sind Drohungen der richtige Weg, um Russland von einem befürchteten Angriff auf die Ukraine abzuhalten? Die westlichen Staaten haben Moskau wiederholt vor einer Invasion der verbündeten Ukraine gewarnt. Jüngst erklärte die Europäische Union ihre Bereitschaft zu neuen Sanktionen gegen die russische Wirtschaft, falls das Zusammenziehen der Truppen nahe der ukrainischen Grenze in eine direkte militärische Invasion umschlägt. Auch beobachtet Russland nach eigenen Angaben im Schwarzen Meer in der Nähe seiner Grenze das französische Kriegsschiff "Auvergne". Dieses Säbelrasseln nährt Befürchtungen im Westen, dass eine Invasion der russischen Armee im Nachbarland bevorstehen könnte. Moskau bestreitet dies und wirft der Regierung in Kiew seinerseits Provokationen vor. Wir sprechen darüber mit Sabine Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Sie war bis Januar 2021 im Rahmen des EU-finanzierten Projekts "Public Diplomacy. EU and Russia" in Moskau tätig. Protest gegen Memorial-Prozess

      in Berlin haben Unterstützer gegen die drohende Auflösung der russischen Organisation Memorial protestiert. Sie zogen am 13. Dezember vor die russische Botschaft in der Hauptstadt. Der ältesten Menschenrechtsorganisation Russlands droht das Aus. Die russische Justiz wirft Memorial wiederholte Verstöße gegen das Gesetz über sogenannte ausländische Agenten vor. Dieses sieht vor, dass Empfänger von Zahlungen aus dem Ausland als "Agenten" bezeichnet werden können. Memorial weigert sich, sich selbst so zu nennen. Die Menschenrechtler beklagen politische Verfolgung.

      • Frauenpower in der DDR

      Frauen können alles sein: Hexen, Diven, Femmes fatales - Wesen mit starken Charakteren. Doch in der DDR wurde Weiblichkeit konform gedacht. Um diese Starre aufzubrechen, begann sich Anfang der 1980er Jahre eine Gruppe junger Frauen regelmäßig zu treffen. Nicht in Ost-Berlin, sondern in Thüringen, in Erfurt. Ihr Ziel: Sich selbst zu erfahren, mit den Mitteln der Kunst. Jenseits traditioneller Rollenbilder und jenseits staatlicher Erlaubnis. Sie wurden von der Stasi beobachtet und ihre Auftritte häufig verboten. Doch ihre Lust an Freiheit und Experiment war größer. Gabriele Stötzer, Gründerin der Künstlerinnengruppe, beschreibt es so: "Wir haben es genossen, nicht so langweilig zu sein wie der ganze Osten." Ihr Medium war der Film. So realisierten sie fünf Super 8 Filme mit Titeln wie "Die Geister berühren", oder "Frauenträume". Nun sind diese Filme erstmals in einer Ausstellung zu sehen

      : "Hosen haben Röcke an. Die Künstlerinnengruppe Erfurt". Zusammen mit Fotos aus der Zeit, selbstgeschneiderten Kostümen und dem versteckten Highlight der Schau: Tonaufnahmen der Band "Erweiterter Orgasmus". Aus der von der Künstlerin Gabriele Stötzer angeführten Gruppe ging nach 1994 das Kunsthaus Erfurt hervor, das bis heute existiert.

      • Die Gebrüder Grimm

      Wer wäre nicht mit ihnen aufgewachsen - mit dem Märchen der Gebrüder Grimm. Aber was wissen wir schon über Jakob und Wilhelm Grimm und ihre Familiengeschichte? Anhand markanter Schlagworte wie Spindel, Mühle, Schloss, Prinzessin, Wald oder Wolf erzählt uns Kulturwissenschaftler Michael Lemster jetzt eine Familie und ihre Zeit ganz neu.

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