• 20.11.2022
      20:15 Uhr
      Ein Fressen für die Geier Spielfilm USA /Mexiko 1970 (Two Mules for Sister Sara) | arte
       

      1865: Mitten in der mexikanischen Wüste bedrängen drei Cowboys eine entblößte Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen. Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Kurzum: zwei ungleiche Charaktere in einem Italowestern mit Sprengkraft.

      Sonntag, 20.11.22
      20:15 - 22:05 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      1865: Mitten in der mexikanischen Wüste bedrängen drei Cowboys eine entblößte Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen. Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Kurzum: zwei ungleiche Charaktere in einem Italowestern mit Sprengkraft.

       

      Stab und Besetzung

      Schwester Sara Shirley MacLaine
      Hogan Clint Eastwood
      Colonel Beltran Manolo Fabregas
      dritter Amerikaner Enrique Lucero
      Erster Amerikaner Armando Silvestre
      zweiter Amerikaner John Kelly
      General LeClaire Alberto Morin
      Regie Don Siegel
      Buch Budd Boetticher
      Drehbuch Albert Maltz
      Musik Ennio Morricone

      1865: Während der französischen Intervention in Mexiko bedrängen mitten in der Wüste drei Cowboys eine entblößte Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt und sie im letzten Moment vor einer Vergewaltigung bewahren kann. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen.

      Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Doch Gegensätze ziehen sich an. Schnell findet der Lebemann und Junggeselle Hogan Gefallen an der so raffinierten wie unkomplizierten Schwester Sara und bedauert, dass sie ihr Leben Gott verschrieben hat – obwohl Hogan eigentlich gern allein ist und es genießt, sich von niemandem etwas vorschreiben zu lassen. Spätestens nach ihrer Ankunft in der Garnisonsstadt Chihuahua wird jedoch klar, dass Sara nicht die ist, für die Hogan sie bisher gehalten hat.

      Der Originaltitel „Two Mules for Sister Sara“ spielt darauf an, dass Schwester Sara es bei Hogan mit einem sturen Esel zu tun hat. Bei den Laurel Awards 1971 wurde Hauptdarstellerin Shirley MacLaine als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert, Hauptdarsteller Clint Eastwood als bester Schauspieler in einem Actionfilm. Der Film ist inzwischen ein Klassiker, mit Shirley MacLaine und Clint Eastwood in einer so aufregenden wie explosiven Mischung.

      Regisseur Don Siegel gilt nach Sergio Leone als zweiter Filmvater Clint Eastwoods und arbeitete mehrfach mit ihm zusammen. Er prägte auch die Regiearbeit seines Schützlings Eastwood, der 1971 mit dem Thriller „Sadistico - Wunschkonzert für einen Toten“ debütierte. „Ein Fressen für die Geier“ inspirierte auch Quentin Tarantino, der aus Ennio Morricones Filmmusik die Stücke „The Braying Mule“ und „Sister Sara’s Theme“ für seinen Film „Django Unchained“ aufgriff.

      Der Western wurde vom Publikum und der Kritik gleichermaßen gut aufgenommen. "Das Drehbuch mit den herrlich lebendigen, deftigen und schlagfertigen Dialogen schrieb Albert Maltz, der damit sein Comeback feierte, nachdem er in den 50er-Jahren auf McCarthys 'Schwarzer Liste' gestanden hatte. ... Die Pointiertheit des Witzes ist perfekt auf die beiden Stars zugeschnitten, und MacLaine und Eastwood gehen damit souverän und virtuos um", urteilten Frauke Hanck und Lothar Just in ihrem Buch über Shirley MacLaine.

      Die Geschichte hatte Budd Boetticher in den 1960er-Jahren eigentlich für sich selbst geschrieben, aber dann geriet seine Karriere ins Stocken und er in finanzielle Nöte. Er musste die Story verkaufen. Elizabeth Taylor interessierte sich sehr für die Rolle der Sara. Als der Film in Produktion ging, war die Taylor allerdings nicht frei und wurde durch Shirley MacLaine ersetzt.

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