• 15.12.2021
      20:15 Uhr
      Der Schmerz Spielfilm Frankreich 2017 | arte
       

      Paris, April 1945: Die Schriftstellerin Marguerite wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Ehemannes, der als politischer Aktivist in Gefangenschaft geraten ist. Als sie durch ihre Begegnung mit Pierre Rabier, einem französischen Inspektor und Kollaborateur, erfährt, dass Robert abgeschoben wird, verliert sie jegliche Hoffnung auf seine Befreiung. Nur das Kriegsende könnte ihren Mann noch vor dem sicheren Tod retten. Für Marguerite beginnt ein Kampf gegen den Schmerz und die Ohnmacht des Wartens.

      Mittwoch, 15.12.21
      20:15 - 22:15 Uhr (120 Min.)
      120 Min.

      Paris, April 1945: Die Schriftstellerin Marguerite wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Ehemannes, der als politischer Aktivist in Gefangenschaft geraten ist. Als sie durch ihre Begegnung mit Pierre Rabier, einem französischen Inspektor und Kollaborateur, erfährt, dass Robert abgeschoben wird, verliert sie jegliche Hoffnung auf seine Befreiung. Nur das Kriegsende könnte ihren Mann noch vor dem sicheren Tod retten. Für Marguerite beginnt ein Kampf gegen den Schmerz und die Ohnmacht des Wartens.

       

      Stab und Besetzung

      Marguerite Duras Mélanie Thierry
      Pierre Rabier Benoît Magimel
      Dionys Mascolo Benjamin Biolay
      Robert Antelme Emmanuel Bourdieu
      Georges Beauchamp Patrick Lizana
      François Mitterrand alias François Morland Grégoire Leprince-Ringuet
      Regie Emmanuel Finkiel
      Drehbuch Emmanuel Finkiel
      Autor Marguerite Duras
      Kamera Alexis Kavyrchine
      Schnitt Sylvie Lager
      David Vranken

      Paris, 1945: Der französische Schriftsteller und Widerstandskämpfer Robert Antelme wurde an die Polizei verraten und eingesperrt. Seine Ehefrau Marguerite, die selbst auch Schriftstellerin und Widerstandskämpferin ist, ist nun dem Warten ausgeliefert. Als sie auf Pierre Rabier trifft, einen französischen Inspektor und Kollaborateur, der - nach ihrem Wissen - für die Festnahme ihres Mannes verantwortlich ist, lässt sie sich auf mehrere Treffen mit ihm ein.

      Er ist fasziniert von ihrer Person und ihrem schriftstellerischen Talent, sie versucht im Gegenzug ihn zu manipulieren, um an Informationen über ihren Mann zu kommen. Als Rabier sie vor der baldigen Abschiebung ihres Mannes warnt, begibt sich Marguerite zu dem Gefängnis, in dem Robert festgehalten wird. Doch sie kommt zu spät. Vor dem Gefängnis kommen ihr und vielen anderen wartenden Frauen Lastwagen voller Gefangener entgegen. In einem erblickt sie Robert. Für Marguerite beginnt spätestens jetzt ein Kampf gegen den Schmerz des Unwissens über die Situation ihres Mannes und das Ohnmachtsgefühl vor einem Schicksalsschlag, dem sie nichts erwidern kann, außer der Hoffnung auf die Rückkehr ihres Mannes.

      Auch als schließlich die Alliierten Frankreich befreien und dem Krieg somit ein Ende gesetzt wird, ist noch längst keine Ruhe in das Leben vieler Frauen und Familien zurückgekehrt: Noch warten sie sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer Männer. Jeden Tag begibt sich Marguerite zum Bahnhof Orsay, wo sie erwartungsvoll darauf hofft, in der Menge das Gesicht ihres Ehemannes zu erblicken. Doch Robert kommt nicht und Marguerite verfällt langsam in eine tiefe Verzweiflung.

      Als sie sich selbst eingesteht, dass Robert nicht mehr lebt, kommt schließlich der lang ersehnte Anruf: Robert sei am Leben, er befinde sich in einem kritischen Zustand im Konzentrationslager Dachau. Dionys, der beste Freund des Paares, geht ihn holen. Doch auch wenn Robert lebendig zurückkehrt, ist ein Stück von ihm im Konzentrationslager gestorben.

      „Der Schmerz“ ist eine Adaption des gleichnamigen autobiografischen Romans der französischen Schriftstellerin Marguerite Duras, der 1987 veröffentlicht wurde. Die stilistischen Mittel des Romans werden im Film gekonnt übernommen, der manchmal erschreckend kühle Ton von Duras in der Narration vermittelt.
      Dem französischen Filmmagazin „Télérama“ zufolge handelt es sich bei „Der Schmerz“ um eine „beispielhafte Duras-Verfilmung“, der es gelinge, „die Gewalt der Gefühle, aber auch dank einer kühnen Inszenierung die für Duras typische Distanzierung wiederherzustellen, ohne jemals auf die Emotionen zu verzichten“.

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