• 02.10.2022
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      Sind wir im Schwarm intelligenter? 42 - Die Antwort auf fast alles | arte
       

      Manche Tiere treffen erst im Schwarm kluge Entscheidungen und agieren zusammen wie ein einziger Superorganismus: effizient, zielgerichtet und dynamisch. Wenn wir Menschen eine große Gruppe bilden, addiert sich unsere Intelligenz leider meistens nicht. Oft ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Können wir die Regeln des Schwarms knacken und von ihnen lernen?

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 02.10.22
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Manche Tiere treffen erst im Schwarm kluge Entscheidungen und agieren zusammen wie ein einziger Superorganismus: effizient, zielgerichtet und dynamisch. Wenn wir Menschen eine große Gruppe bilden, addiert sich unsere Intelligenz leider meistens nicht. Oft ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Können wir die Regeln des Schwarms knacken und von ihnen lernen?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Frédérique Veith

      Schwärme sind ein rätselhaftes Phänomen: Sie bestehen aus unzähligen Individuen, die anscheinend alle genau wissen, wo es langgeht. Und das ohne Leittier. Zusammen treffen sie gute Entscheidungen, sind erfolgreich und das Ganze sieht auch noch schön aus. Egal ob Bienenstock, Ameisenbau, am Himmel oder im Meer; wir Menschen könnten von diesen Wesen lernen. Denn in der Masse sind wir oft nicht so schlau. Stichworte: Lynchmob, Stau, Massenpanik.

      Ein guter Grund also, zu erforschen, nach welchen Regeln Schwärme funktionieren. Vielleicht hilft uns das, in der Masse intelligenter zu handeln. Oder wir können diese Regeln auf Roboterschwärme übertragen, die uns dann Arbeit abnehmen.

      Alles nur Science Fiction? In großen Logistikzentren ist das bereits Realität. Da transportieren Schwarmroboter kostengünstig Pakete und Waren. Die Forschung arbeitet an Baurobotern, die selbständig Häuser und Brücken errichten.

      "Die Ordnungen und Muster der Schwärme wiederholen sich in der Natur auf vielen Ebenen und haben sich im Laufe der Evolution durchgesetzt", sagt Dirk Brockmann, Physiker an der Humboldt-Universität zu Berlin und Wissenschaftler am Robert Koch-Institut. Sind sie ein Ansatz, um Krisen, Verschwörungstheorien oder die Ausbreitung von Pandemien zu bekämpfen?

      "Ich glaube", so Brockmann, "man kann aus dem Schwarmverhalten in natürlichen Systemen oder aus natürlichen Netzwerken sehr viel darüber lernen, wie man stabile und robuste Systeme auch gesellschaftlich etablieren kann."

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