• 25.10.2022
      21:15 Uhr
      Panorama 3 NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Geflüchtete aus der Ukraine: Kommunen unter Druck
      • DITIB-Moscheegemeinden: Fragwürdige Spendenpraxis
      • Gedanken eines … Ostseefischers
      • Hoher Spritpreis: Tricksereien mit russischem Diesel?

      Dienstag, 25.10.22
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Geflüchtete aus der Ukraine: Kommunen unter Druck
      • DITIB-Moscheegemeinden: Fragwürdige Spendenpraxis
      • Gedanken eines … Ostseefischers
      • Hoher Spritpreis: Tricksereien mit russischem Diesel?

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Maike Rudolph
      Redaktion Grit Fischer
      Mareike Fuchs
      Dirk Zblewski
      Produktion Stefanie Röhrig
      • Geflüchtete aus der Ukraine: Kommunen unter Druck

      Städte und Kommunen suchen händeringend Quartiere für ukrainische Geflüchtete. Aber Wohnraum ist knapp und vielerorts müssen wieder Turnhallen bezogen werden. Neben der Unterbringung stehen Städte und Kommunen auch vor der Herausforderung, Akzeptanz und Verständnis der Anwohner*innen nicht zu verlieren. Der Bürgermeister der niedersächsischen Gemeinde Sande habe sich gegen Widerstände durchsetzen müssen, erzählt er, als er die Halle zur Unterkunft umbauen lässt. Die Städte und Kommunen haben ein Déjà-vu - sie fühlen sich wie schon 2015 vom Bund allein gelassen. Auch eine Großstadt wie Hamburg muss wieder Zeltlager aufstellen und Turnhallen nutzen, um die Geflüchteten unterbringen zu können. Doch hier scheint es Ungerechtigkeiten zu geben, denn im eher armen Stadtteil Hamm wurden gleich zwei Sporthallen geschlossen, während in reicheren Stadtteilen der Breitensport normal weitergeht. Warum wird das in Hamburg eigentlich nicht anders verteilt?

      • DITIB-Moscheegemeinden: Fragwürdige Spendenpraxis

      In den 36 Moscheegemeinden der sunnitisch-muslimischen Organisation DITIB-Nord wird bei Freitagsgebeten regelmäßig Geld gesammelt, um es anschließend auf ein Konto des türkischen Generalkonsulats in Hamburg zu überwiesen. Die Spenderinnen und Spender erfahren davon jedoch offenbar nichts. Bei den Sammelaktionen wird lediglich sehr allgemein für eine Unterstützung von Bildungs- und Jugendarbeit geworben. Dies ist in der Gesamtschau problematisch. Denn in dem im Jahr 2012 zwischen der Stadt Hamburg und unter anderem mit DITIB geschlossenen Staatsvertrag bekennen sich die Vertragsparteien ausdrücklich zur Neutralität des Staates gegenüber den Religionen. Vor diesem Hintergrund wirft die beschriebene Spendenpraxis Fragen auf.

      • Gedanken eines … Ostseefischers

      Vergangene Woche einigten sich die EU-Fischereiminister darauf, dass für den Fang von Dorsch und Hering im kommenden Jahr wieder starke Einschränkungen gelten. Die Bestände seien in einem "unfassbar schlechten Zustand" - genauso wie die deutsche Ostseefischerei. Für die waren Dorsch und Hering lange die mit Abstand wichtigsten Arten. Uwe Dunkelmann ist Fischer in Boltenhagen in Nordwestmecklenburg. Wie geht es ihm gerade? Und was muss seiner Meinung nach geschehen, damit es in zehn Jahren überhaupt noch Fischer an der Ostsee gibt?

      • Hoher Spritpreis: Tricksereien mit russischem Diesel?

      Dieselkunden haben 2022 mehr für den Kraftstoff gezahlt als nötig. Recherchen von Panorama 3 zeigen, wie ein weitgehend unbekannter Preisinformationsdienst der Dieselbranche offenbar zu Millionengewinnen verhalf - auf Kosten der Verbraucher. Zwei Ölhändler berichten uns von Merkwürdigkeiten im Dieselmarkt, die offenbar besonders im Sommer die Preise nach oben getrieben haben. Dabei wurde offenbar eine Mechanismus genutzt, der bei der Preisbildung eine Rolle spielt, aber vielen Menschen unbekannt ist. In Deutschland kaufen viele Tankstellenketten Diesel über langfristige Jahresverträge ein. Das bedeutet, man verabredet am Ende des Vorjahres welche Mengen man im kommenden Jahr regelmäßig von einem Großhändler oder einer Raffinerie erhält. Weil der Preis sich über das Jahr täglich ändert, schreibt man in die Verträge als Grundlage für die künftige Abrechnung einen Preisindex rein, der den aktuellen Dieselpreis repräsentiert.
      Dieser Index ändert sich allerdings auch jeden Tag. Gemacht wird der Index von der Firma Platts, einer Tochterfirma von Standard & Poors. Zum 1. Juni wurde nun von Platts festgelegt, dass bei der Berechnung kein russischer Diesel mehr eine Rolle spielt, das Angebot wird quasi virtuell verknappt, mit Auswirkungen auf den Preis. Denn auf dem Markt ist nach wie vor jede Menge russischer Diesel. Gemessen an den Liefermengen in norddeutschen Häfen sind es sogar 2/3. Theoretisch können so von Ölhandelsfirmen zwischen 1.6. und 31.8.2022 mehrere hunderte Millionen Dollar Zusatzgewinn erzielt worden sein. Und der Kunde muss am Ende an der Zapf

      säule offenbar mehr für Diesel zahlen, als es eigentlich notwendig wäre.

      Das Politik-Magazin geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.

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      Dienstag, 25.10.22
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
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