• 07.10.2022
      19:20 Uhr
      Kulturzeit Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SF und ARD | 3sat
       

      Themen:

      • Buch "Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus"
      • Weltweite Solidarität mit Protesten in Iran - Gespräch mit Ali Fathollah-Nejad
      • Film "Igor Levit - No Fear"
      • Kim de l'Horizon "Blutbuch"
      • Nachruf Günter Lamprecht
      • Musical "Hamilton" in Hamburg

      Freitag, 07.10.22
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Buch "Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus"
      • Weltweite Solidarität mit Protesten in Iran - Gespräch mit Ali Fathollah-Nejad
      • Film "Igor Levit - No Fear"
      • Kim de l'Horizon "Blutbuch"
      • Nachruf Günter Lamprecht
      • Musical "Hamilton" in Hamburg

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Vivian Perkovic
      • Buch "Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus"

      Verschwörungstheorien haben Konjunktur - spätestens die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus haben diesen Trend der Spätmoderne befeuert. Die Bedrohung der individuellen Freiheit steht im Fokus der Proteste. Libertäre Autoritäre wollen frei sein. Frei von Rücksichtnahme, frei von gesellschaftlichen Zwängen, frei von Solidarität. Was sagt diese Strömung über den Zustand unserer Demokratie aus? Wer sind die Akteur*Innen? Was eint selbst ernannte unabhängige Ärzt*Innen, Journalist*Innen und Querdenker*Innen? Die Soziologen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey von der Universität Basel gehen in ihrem Buch "Gekränkte Freiheit" dem liberalen Autoritarismus - wie sie das Phänomen nennen - auf den Grund. Auf der Grundlage zahlreicher Fallstudien erläutern sie die sozialen Gründe, die zu einem Wandel des autoritären Charakters führten. Die Spätmoderne bringt einen Protesttypus hervor, dessen Ruf nach individueller Souveränität eine Bedrohung für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen darstellt.

      • Weltweite Solidarität mit Protesten in Iran - Gespräch mit Ali Fathollah-Nejad

      Viele Schauspielerinnen und Künstler zeigen sich mit den landesweiten Protesten im Iran und mit den dort erniedrigten Frauen solidarisch. Das Regime im Iran geht weiter hart vor. Wir sprechen mit dem deutsch-iranischen Politologen Ali Fathollah-Nejad.

      • Film "Igor Levit - No Fear"

      Während des Lockdowns waren die Hauskonzerte des Pianisten Igor Levit für viele Menschen ein Anker. 52 Mal spielte er in seiner Wohnung auf dem Flügel und streamte die Konzerte live. Ein Hauskonzert fand sogar auf Einladung des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue statt. Levit gilt als einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart, sein Opus magnum sind die Sonaten von Ludwig van Beethoven, die er 2019 vollständig aufgenommen hat. Jetzt kommt ein Film über Igor Levit ins Kino – "No Fear" von Regina Schilling.

      • Kim de l'Horizon "Blutbuch"

      Im Finale für den Deutschen Buchpreises 2022 ist auch ein Roman aus der Schweiz: "Blutbuch" von Kim de l’Horizon ist ein Debütroman, der einen Einblick in das Leben einer non-binären Person gibt. Kim de l'Horizon und das "Blutbuch" sind eng miteinander verknüpft, auch Kim ist non-binär, identifiziert sich also weder als Mann noch als Frau. Seine Geschichten spinnt er gerne um die eigene Person. In Ostermundigen bei Bern aufgewachsen, studierte Kim am Literaturinstitut in Biel sowie in Zürich (Literaturwissenschaft und Geschichte). Kim de l'Horizon ist nicht neu im Literaturbetrieb und schrieb in der letzten Saison für die Bühnen Bern.

      Im Roman kämpft Kims Großmutter mit Demenz. Kim nimmt das zum Anlass, einen Brief an sie zu schreiben und sich an die Kindheit zu erinnern. Kim bezeichnet sich als hypersensibel und flüchtet sich ins Recherchieren der Familiengeschichte oder in gröbere sexuelle Exzesse, welche detailliert geschildert werden. Das Buch ist harte Kost und nichts für Zartbesaitete. Es fordert heraus: " Das Blutbuch" mischt Genres, Formen, Sprachen und Stile und will mehr sein als "nur" ein Roman.

      • Nachruf Günter Lamprecht

      Er war der Star von Fassbinders "Berlin Alexanderplatz" und in den 1990ern "Tatort"-Kommissar: Nun ist der Schauspieler Günter Lamprecht mit 92 Jahren gestorben. Für seine Paraderolle des Franz Biberkopf in Rainer Werner Fassbinders Mehrteiler "Berlin Alexanderplatz" wurde Lamprecht von Kritik und Publikum gefeiert. Popularität erlangte er in den 1990er Jahren durch die Rolle des Berliner "Tatort"-Kommissars Franz Markowitz.

      Lamprecht wurde am 21. Januar 1930 in Berlin geboren. Kurz vor Kriegsende wurde er noch als Hitlerjunge eingezogen und in den letzten Kriegstagen verwundet. Ab 1953 nahm er privaten Schauspielunterricht in Berlin. Er debütierte am Schiller-Theater, es folgte ein festes Engagement am Schauspielhaus Bochum, wohin er nach Stationen auf allen bedeutenden Bühnen Deutschlands 1974 zurückkehrte und unter Peter Zadek spielte. Hier

      traf er auch das erste Mal auf Rainer Werner Fassbinder. Insgesamt spielte Lamprecht circa 75 Haupt- und Titelrollen am Theater. Seine erste Film-Hauptrolle spielte Lamprecht 1976 in "Das Brot des Bäckers" und gewann damit den Lubitsch-Preis. Es folgten weit mehr als 150 Film- und Fernsehrollen, begleitet von zahlreichen Ehrungen.

      • Musical "Hamilton" in Hamburg

      Lin-Manuel Mirandas Musical über den Revolutionär und US-Gründervater Alexander Hamilton mischt Musikstile von Hip-Hop bis Jazz. Am 6. Oktober feiert es auf dem Hamburger Kiez im Stage Operettenhaus Premiere.

      "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

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