• 07.08.2022
      16:10 Uhr
      Egon Schiele Deutschland 2017 | arte
       

      Seit 100 Jahren versucht die kunstinteressierte Gesellschaft, sich mit dem verstörenden Werk des österreichischen Malers Egon Schiele auseinanderzusetzen. Heute zählt Schieles Werk zum Teuersten, was am internationalen Kunstmarkt gehandelt wird. Aber das von ihm Dargestellte vermag noch immer zu verunsichern und zu polarisieren. Die Dokumentation „Egon Schiele“ beleuchtet verborgene Hintergründe seines Lebens und wenig bekannte Ereignisse, die Anlass und Quelle für seine Kunst gewesen sein mögen. Ereignisse, die zwischen berührender Innigkeit und nur schwer erträglicher Wahrhaftigkeit ihren unverrückbaren Platz eingenommen haben.

      Sonntag, 07.08.22
      16:10 - 17:05 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Seit 100 Jahren versucht die kunstinteressierte Gesellschaft, sich mit dem verstörenden Werk des österreichischen Malers Egon Schiele auseinanderzusetzen. Heute zählt Schieles Werk zum Teuersten, was am internationalen Kunstmarkt gehandelt wird. Aber das von ihm Dargestellte vermag noch immer zu verunsichern und zu polarisieren. Die Dokumentation „Egon Schiele“ beleuchtet verborgene Hintergründe seines Lebens und wenig bekannte Ereignisse, die Anlass und Quelle für seine Kunst gewesen sein mögen. Ereignisse, die zwischen berührender Innigkeit und nur schwer erträglicher Wahrhaftigkeit ihren unverrückbaren Platz eingenommen haben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Herbert Eisenschenk

      Einsamkeit, Neugierde am Okkulten, Ablehnung, Verehrung. Lust und Laster, Verdammung, Bestrafung. Nicht zu vergessen der kurze und kometenhafte Aufstieg in die strahlenden Höhen des Künstlerolymps, der sinnlos erscheinende frühe Tod, schließlich die Gegenwart mit Verehrungs- und Heiligsprechungstendenzen. Dies sind die Bausteine des kurzen Lebens von Egon Schiele. Sie und seine bis heute schwer zu entschlüsselnde Kunst bilden auch 100 Jahre nach seinem Tod jenes Material, aus dem die Legenden der Unerreichbaren gefertigt sind. Aber wer sich die Mühe macht, sich nicht von dieser affektbeladenen Fassade einschüchtern zu lassen, sondern hinter diese zu blicken, dem sollte es auch gelingen, in seiner Kunst die Seele des Menschen Schiele zu erkennen. Diese Begegnung mag verstören: Was sie uns mitzuteilen hat, wurde oft mit brutaler Ehrlichkeit auf Leinwände und Papier gebannt. Es ist weit entfernt von Schönheit und Harmlosigkeit angesiedelt. Egon Schiele entkleidet die Gesellschaft und sich selbst nachhaltig und im doppelten Sinne. Wie Sigmund Freud drang auch er in jene Zonen des Menschseins vor, wo ästhetisches Empfinden eine untergeordnete Rolle spielt. Sein Blick legte die aus dem Verborgenen heraus wirkenden menschlichen Triebe genauso schonungslos frei, wie er menschliches Sein als Leidensweg des physischen und seelischen Schmerzes entzifferte. 100 Jahre nach Schieles Tod versucht die Dokumentation nicht das Genie zu huldigen, sondern die inneren Zusammenhänge aufzudecken, die Schieles unvergleichliches Werk erst ermöglichten.

      Schwerpunkt: Aufbruch in die Moderne - Neue Kunst aus Wien
      Wien um die Jahrhundertwende: ARTE widmet sich dem Wiener Aufbruch in die Moderne in zwei Kultur-Dokumentationen in einem Schwerpunkt am 7. und 14. August. Ein Porträt über den österreichischen Maler Egon Schiele und eine Dokumentation zum 125. Geburtstag der Wiener Secession sind Teil des Programms.
      Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Wien einer der kulturellen Schmelztiegel in Europa. In fast allen Bereichen vollzieht sich der Aufbruch in die Moderne, weg vom Historismus und dem engen Korsett des Konservatismus. Ein Beispiel hierfür ist die Wiener Secession. Die berühmte Vereinigung bildender Künstler im Wien des Fin de Siècle feiert dieses Jahr ihren 125. Geburtstag. ARTE zeigt hierzu die Dokumentation „Im heiligen Frühling der Kunst - 125 Jahre Wiener Secession und ihre jüdischen Mäzene“.
      Gustav Klimt war ihr Gründungspräsident. Als Mentor hat er Egon Schiele viele Türen geöffnet, dem wir faszinierende expressionistische Gemälde um Eros und Tod verdanken. Die Dokumentation „Egon Schiele“ beleuchtet wenig bekannte Ereignisse aus seinem kurzen Leben, die Quelle für seine Kunst gewesen sind.

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