• 23.05.2022
      21:50 Uhr
      Asche ist reines Weiß Spielfilm China/Frankreich 2018 (Jiang hu er nü) | arte
       

      Rauchende Menschen im vollgepackten Reisebus, der über die Landstraße holpert. Rauchende Menschen im trüben Licht des Hinterzimmers eines Kulturzentrums, in dem sie ihr letztes Geld beim Mahjong verspielen. In der Industriestadt Datong im Norden Chinas soll jetzt auch noch die örtliche Kohlemine schließen. Der Wirtschaftsboom macht das Leben in dem kleinen Ort härter. „Asche ist reines Weiß“ erzählt die Geschichte eines Landes im Umbruch, von 2001 bis in die Gegenwart. Welche Auswirkungen der Wandel auf die Menschen hat, wird an der Beziehung zwischen Qiao und Bin deutlich.

      Montag, 23.05.22
      21:50 - 00:00 Uhr (130 Min.)
      130 Min.
      Stereo

      Rauchende Menschen im vollgepackten Reisebus, der über die Landstraße holpert. Rauchende Menschen im trüben Licht des Hinterzimmers eines Kulturzentrums, in dem sie ihr letztes Geld beim Mahjong verspielen. In der Industriestadt Datong im Norden Chinas soll jetzt auch noch die örtliche Kohlemine schließen. Der Wirtschaftsboom macht das Leben in dem kleinen Ort härter. „Asche ist reines Weiß“ erzählt die Geschichte eines Landes im Umbruch, von 2001 bis in die Gegenwart. Welche Auswirkungen der Wandel auf die Menschen hat, wird an der Beziehung zwischen Qiao und Bin deutlich.

       

      Gleich zu Beginn deutet eine ausgelassene Tanzparty zu „YMCA“ der Village People auf Veränderung hin. Es ist 2001 und China mitten im Wirtschaftsboom. „Asche ist reines Weiß“ erzählt von einer gewaltsamen Liebesbeziehung, die sich durch die Industrialisierung Chinas einem Wandel unterzieht. Qiao, die Paartanz „zu westlich“ findet, und Bin, ein Gangster, der sich selbst als „Gesetzloser“ bezeichnet, erleben einen harten Bruch in ihrer Beziehung.

      Als Bin von einer Gruppe junger Männer angegriffen und brutal zusammengeschlagen wird, feuert Qiao eine Pistole ab. Für die loyale Tat muss sie ins Gefängnis und rettet damit ihren Partner vor einem gewaltvollen Tod. Bin hingegen besucht Qiao kein einziges Mal im Gefängnis und reagiert auch nach ihrer Entlassung nicht auf ihre Anrufe. Er wird Geschäftsmann und möchte mit seinem alten Leben - und folglich auch mit Qiao - nichts mehr zu tun haben.

      Der Film veranschaulicht den industriellen Wandel, den China in diesen Jahren durchlebt: Bauboom, neue Infrastruktur. Wer früher Chauffeur war, fährt jetzt Bentley. Es ist ein schwieriges Unterfangen für Qiao und Bin, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Die Transformation Chinas bedeutet eine Neuausrichtung, in der sich manche verlieren.
      Regisseur Zhangke Jia bildet die Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Rebellen auf realistische Weise ab, ohne dabei die Umstände, die sie unweigerlich umgeben, zu vernachlässigen.

      Zhangke Jia ist Teil einer Gruppe von chinesischen Regisseuren, die sich seit den 90er Jahren filmisch mit dem städtischen Leben und Wandel in China auseinandersetzen. Besonders an seinen Werken ist die Vermischung von fiktionalen und dokumentarischen Elementen. Neben Aufnahmen mit Kameramann Eric Gautier webt der Regisseur in „Asche ist reines Weiß“ deshalb zusätzlich eigenes Archivmaterial ein. 2018 lief der Film im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes und wurde auch darüber hinaus vielfach ausgezeichnet.

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      Montag, 23.05.22
      21:50 - 00:00 Uhr (130 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.08.2022