• 27.01.2022
      12:15 Uhr
      Re: Familie mit Grenzen Binationale Paare und ihr Kampf um Anerkennung | arte
       

      Zusammenleben - das ist fĂŒr viele Paare in Deutschland Alltag. Ungleich schwieriger ist das oft fĂŒr binationale Paare - bei denen einer der beiden aus dem Ausland kommt. HĂ€ufig verhindert in diesen FĂ€llen die deutsche BĂŒrokratie ein normales Familienleben. Viele von ihnen kĂ€mpfen Jahre gegen bĂŒrokratische HĂŒrden, emotionale Herausforderungen und einen Alltag in stĂ€ndiger Ungewissheit.

      Donnerstag, 27.01.22
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Zusammenleben - das ist fĂŒr viele Paare in Deutschland Alltag. Ungleich schwieriger ist das oft fĂŒr binationale Paare - bei denen einer der beiden aus dem Ausland kommt. HĂ€ufig verhindert in diesen FĂ€llen die deutsche BĂŒrokratie ein normales Familienleben. Viele von ihnen kĂ€mpfen Jahre gegen bĂŒrokratische HĂŒrden, emotionale Herausforderungen und einen Alltag in stĂ€ndiger Ungewissheit.

       

      Cremeno in Norditalien, seit zwei Jahren der Mittelpunkt des Familienlebens von Sarah, Sulayman und ihres zweijÀhrigen Sohnes. Sulayman flieht 2015 von Gambia nach Italien. Dort lernt er Sarah kennen, die seit Kurzem in Italien lebt. Sie verlieben sich. Ein paar Monate spÀter wird Sarah schwanger. Sulayman kommt nach Deutschland. Das Paar beantragt einen Aufenthaltstitel. Doch der wird abgelehnt - obwohl er der Vater eines deutschen Kindes ist und nach Paragraph 28 Aufenthaltsgesetz ein Recht hÀtte, in Deutschland zu bleiben.
      Sulayman wird im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Italien rĂŒckĂŒberstellt. Seit knapp zwei Jahren steckt die Familie in einem komplizierten Visumverfahren. Nicht aufzugeben kostet Kraft und Geld. Und sie sind kein Einzelfall.

      Daniela ist seit drei Jahren mit Stephen aus Ghana zusammen. Sie lebt in Mannheim, er in Alessandria im Piemont. Denn als Einreiseland ist Italien fĂŒr seinen Asylantrag zustĂ€ndig. Die beiden wollen heiraten - doch das ist weder in Italien noch in Deutschland möglich. Stephen hat zwar einen biometrischen und international anerkannten Pass. Aber das reicht den Behörden nicht. Ghana gilt als dokumentenunsicher. Voraussetzung fĂŒr die Eheschließung ist demnach eine zeitaufwendige IdentitĂ€tsprĂŒfung. Die beiden mĂŒssen immer wieder neue Dokumente beschaffen. GĂ€ngige Praxis fĂŒr die Behörden. FĂŒr Daniela und Stephen fĂŒhlt es sich wie Schikane an.

      Viele binationale Paare wie sie stecken fest zwischen ihrem Grundrecht auf den Schutz von Ehe und Familie und einer restriktiven Einwanderungspolitik. Aber welche Trennungszeit ist fĂŒr Familien zumutbar?

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