• 05.12.2021
      10:30 Uhr
      42 - Die Antwort auf fast alles Gibt es den perfekten Song? | arte
       

      Sex, Drugs und Rock 'n' Roll - alle drei haben etwas gemeinsam: es werden dabei jede Menge Adrenalin und Glückshormone ausgeschüttet. Aber warum ist das so? Und was braucht ein Song, um solch einen Effekt zu erzeugen und damit zum Superhit zu werden? Musikwissenschaftler, Gehirnforscher und Experten der Musikindustrie sind auf der Suche nach der „Pop-Formel“ - mit verblüffenden Ergebnissen.
      Außerdem erklärt die deutsche Popmusikerin Alice Merton, wie ihr mit dem Song „No Roots“ der Durchbruch gelang.

      Sonntag, 05.12.21
      10:30 - 10:55 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      VPS 09:40
      Stereo

      Sex, Drugs und Rock 'n' Roll - alle drei haben etwas gemeinsam: es werden dabei jede Menge Adrenalin und Glückshormone ausgeschüttet. Aber warum ist das so? Und was braucht ein Song, um solch einen Effekt zu erzeugen und damit zum Superhit zu werden? Musikwissenschaftler, Gehirnforscher und Experten der Musikindustrie sind auf der Suche nach der „Pop-Formel“ - mit verblüffenden Ergebnissen.
      Außerdem erklärt die deutsche Popmusikerin Alice Merton, wie ihr mit dem Song „No Roots“ der Durchbruch gelang.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Katrin Focke

      Es gibt Lieder, die sehr gute Laune machen und andere, die die Zuhörerinnen und Zuhörer in tiefe Melancholie versetzen - und es gibt Ohrwürmer, die sich so fest im Gehirn verankern, dass man sie stundenlang nicht mehr loswird. Aber warum ist dem so? Sind persönliche Vorlieben ausschlaggebend oder gibt es gar eine Rezeptur für den perfekten Song?

      Die Neurowissenschaftlerin Daniela Sammler erklärt, dass der Mensch beim Hören von Musik ähnliche Höhepunkte wie beim Geschlechtsverkehr oder Drogenkonsum empfinden kann. Denn Musik kann im Gehirn biochemische Prozesse auslösen und damit Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz und Hormonhaushalt verändern. Was muss ein Song mitbringen, damit er solch eine Reaktion auslöst?

      David Stammer von der Popakademie Baden-Württemberg analysiert das Streaminggeschäft von Plattformen wie Spotify. Er stellt fest, dass populäre Songs immer kürzer werden und dass der Gesang immer früher einsetzt. Denn ein Lied muss die Hörerschaft sofort ergreifen.
      Doch das allein reicht nicht aus, um den Erfolg von Superhits zu erklären. Auch die Sozialisierung beeinflusst die Vorliebe für bestimmte Musik, erklärt der Musikwissenschaftler Volkmar Kramarz. Ein Song muss den Zeitgeist treffen und die Gefühle der Menschen an einem ganz bestimmten Augenblick widerspiegeln.

      Außerdem liefert Kramarz ein besonders spannendes Indiz für das perfekte Lied: Es gibt eine bestimmte Akkordfolge, die vielen der erfolgreichsten Hits gemein ist. Wie sieht diese „Pop-Formel“ aus?

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