• 22.05.2022
      23:35 Uhr
      Weltspiegel Moderation: Isabel Schayani | tagesschau24
       

      Themen:

      • Russland: Flucht zum Feind
      • Ukraine: Drei Monate Krieg – drei Schicksale
      • Türkei: Hohe Inflation mit Folgen
      • Argentinien: Sterne-Koch verschenkt Gemüse
      • Kenia/Somalia: Millionen Kindern droht Hungertod
      • Emirate: Die Regenmacher
      • USA: Ein versunkenes Naturwunder taucht auf

      Sonntag, 22.05.22
      23:35 - 00:20 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Russland: Flucht zum Feind
      • Ukraine: Drei Monate Krieg – drei Schicksale
      • Türkei: Hohe Inflation mit Folgen
      • Argentinien: Sterne-Koch verschenkt Gemüse
      • Kenia/Somalia: Millionen Kindern droht Hungertod
      • Emirate: Die Regenmacher
      • USA: Ein versunkenes Naturwunder taucht auf

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Isabel Schayani
      • Russland: Flucht zum Feind

      Für viele, die aus der Hölle von Mariupol oder Charkiw fliehen wollen, gibt es nur einen offenen Fluchtweg: den nach Osten. Sie müssen in das Land fliehen, aus dem die Flieger kommen, die ihre Städte bombardiert haben. ,,Mir war alles egal‘‘, sagt Aleksander aus einem kleinen Dorf bei Charkiw. ,,Ich wollte meine Familie in Sicherheit bringen, Hauptsache, erstmal raus‘‘. Nun ist er in Russland – und will auf keinen Fall bleiben. Täglich verlassen ukrainische Flüchtlinge das Land. Ein Netz russischer Freiwilligenorganisationen im ganzen Land, die teils im Verborgenen arbeiten, hilft ihnen dabei. Sie wollen, sagen sie alle, einen kleinen Teil der Schuld abtragen, die ihr Land mit dem Angriff auf die Ukraine auf sich geladen hat. Der Weltspiegel begleitet Aleksander und seine Familie auf ihrer zweiten Flucht, raus aus Russland.

      • Ukraine: Drei Monate Krieg – drei Schicksale

      Fast drei Monate lang herrscht Krieg in der Ukraine. Zigtausende Menschen haben das Land verlassen, einige kehren mittlerweile wieder zurück. Andere haben die Ukraine nie verlassen, halten sich monatelang in Kellern auf, um zu überleben. Drei Ukrainer:innen schildern ihre Erlebnisse und wie sie die Hoffnung nicht aufgeben, eines Tages wieder in Frieden in ihrem Land leben zu können.

      • Türkei: Hohe Inflation mit Folgen

      Die Preise steigen, das Leben für viele Türken und Türkinnen kaum bezahlbar. Babywindeln liegen mit Sicherheitsschlössern im Regal. Die Inflation liegt amtlich bei 70%. Unabhängige Experten haben 156% errechnet. Selbst türkische Ärztinnen und Ärzte treibt es aus der Heimat. Sie sehen weder beruflich, noch politisch eine Perspektive in der Türkei. Ihre Gehälter sind niedrig und werden aufgrund der extremen Inflation Monat für Monat, wie alle anderen Gehälter, weniger. Dr. Elif Cindik kommt regelmäßig aus München nach Istanbul und Ankara, um dort türkische Ärztinnen und Ärzte für ihre beiden Kliniken in München zu suchen. Elif Cindik sagt, es gebe 17.000 Interessierte, aber qualifiziert seien nur die wenigsten. Sie trifft Interessierte, u.a. eine Studentin, die am liebsten gleich nach dem Studium nach Deutschland wechseln würde.

      • Argentinien: Sterne-Koch verschenkt Gemüse

      „Es ist das beste Projekt meines Lebens“, sagt Starkoch und Gastronom Pablo Rivero in Buenos Aires. Er meint damit sein soziales Gemüse-Beet mitten im Stadtteil Palermo. Rivero gehören zwei Edel-Restaurants in der gleichen Gegend, wo die Gerichte sündhaft teuer sind. Jetzt – inmitten von Argentiniens anhaltender Wirtschaftskrise mit hoher Inflation und steigenden Preisen wegen des Ukrainekriegs – wollte Pablo etwas gegen den Hunger und die Armut tun und gründete das erste Gemeinschaftsbeet. Das Obst und Gemüse, das dort mit den Anwohnern geerntet wird, soll an Schulen und Suppenküchen verteilt werden. Ihm geht es um die Sensibilisierung der Anwohner für die Selbstversorgung in schwierigen Zeiten. Es ist eine kleine Oase der Hoffnung inmitten der Großstadt Buenos Aires.

      • Kenia/Somalia: Millionen Kindern droht Hungertod

      In Kenia, Somalia und Äthiopien herrscht die längste Dürre seit Jahrzehnten, seit Oktober 2020 sind drei aufeinanderfolgende Regenzeiten ausgefallen. Laut UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths leiden bereits 15 Millionen Menschen in der Region extremen Hunger, fast zwei Millionen Kinder sind vom Hungertod bedroht. In Kenias nördlicher Region Ileret, im Grenzgebiet zu Äthiopien, sind in den vergangenen zwei Wochen 11 Kinder an den Folgen des Hungers gestorben. Es gibt kaum humanitäre Hilfe für die Region, was die Situation noch verschlimmert.

      • Emirate: Die Regenmacher

      Mit 48 Kartuschen Salz bringt der schwedische Pilot Anders Mard Wolken zum Regnen, er selbst sagt, er bringe sie zum Weinen. Eine Mission, auf der große Hoffnungen ruhen. Wasser ist rar in den Emiraten, wird aber in Unmengen konsumiert. Mit insgesamt vier Propellerflugzeugen werden im Auftrag der Wissenschaft Natrium- und Kaliumchlorid in die Wolken geschossen. D

      ie Salzpartikel binden Wasser, werden schwer, regnen ab. Kritiker halten das millionenschwere Wolken-Impfprogramm der Emirate für unwissenschaftlich, die Erfolge für unbewiesen. Doch das weist das Nationale Zentrum für Meteorologie zurück. Etliche andere Länder, so heißt es, versuchten, dem Beispiel zu folgen.

      • USA: Ein versunkenes Naturwunder taucht auf

      In den 60er Jahren starb ein spektakuläres amerikanisches Naturwunder den „blauen Tod“: Der Glen Canyon in Utah und Arizona wurde auf Kongressbeschluss zur Strom- und Wasserversorgung geflutet. Der so entstandene Stausee Lake Powell gehörte über Jahrzehnte zu den beliebtesten Zielen der US-Nationalparks. Eine Generation vergaß quasi die versunkene Welt unter der türkisfarbigen Seeoberfläche. Inzwischen ist der Wasserpegel durch Dürre und übermäßigen Verbrauch dramatisch auf ein Drittel zurückgegangen. Die Schönheit des Glen Canyon taucht dadurch wieder auf und facht die Diskussion zwischen Naturschützern, Versorgern und Partyboot-Touristen an: River Guide Wade vom Glen Canyon Institute will das Wasser endgültig ablassen und den Canyon wiederbeleben. Paul McNabb, ein örtlicher Angeltourismus-Anbieter, den Stausee mit aller Macht erhalten. Bob Martin von der Wasserbehörde schaut besorgt von seiner Staumauer auf den historischen Wassertiefstand, der schon bald die Stromversorgung gefährden könnte.

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      Sonntag, 22.05.22
      23:35 - 00:20 Uhr (45 Min.)
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