• 16.01.2022
      19:30 Uhr
      Panorama 3 tagesschau24
       

      Themen u.a.:

      • Wie Instagram den Weg in die Magersucht weisen kann
      • Geflügelpest im Norden: Dramatisch wie nie zuvor
      • Zu enge Mutter-Kind-Bindung? Staat nimmt Kinder weg

      Sonntag, 16.01.22
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Wie Instagram den Weg in die Magersucht weisen kann
      • Geflügelpest im Norden: Dramatisch wie nie zuvor
      • Zu enge Mutter-Kind-Bindung? Staat nimmt Kinder weg

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Maike Rudolph
      Redaktion Grit Fischer
      Mareike Fuchs
      Dirk Zblewski
      Produktion Stefanie Röhrig
      • Wie Instagram den Weg in die Magersucht weisen kann

      Es sind Aufnahmen stark unterernährter junger Mädchen und Frauen. Darunter stehen Kommentare wie "Immer noch zu fett" oder "Helft mir, ich will dünner werden". Das alles inmitten der bunt-schillernden Instagram-Welt. Ein Experiment von NDR, WDR und SZ zeigt, wie "tödlich-gut" der Algorithmus funktioniert. Folgt man einem "Pro Magersucht"-Account, werden automatisch immer weitere solcher Seiten vorgeschlagen. Aus den bislang unveröffentlichten Facebook Files geht hervor, dass Instagram dieses Problem schon länger bekannt ist. Bei zahlreichen Teenagern verstärke die Fotoplattform die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Das sorge für Essstörungen und Depressionen. Die 29-Jährige Tabea hat das selbst erlebt. Sie kämpfte zwei Jahre gegen ihre Magersucht, am Ende lag sie auf der Intensivstation. Ihr Vorbild waren anfangs Frauen auf Instagram. Rebecca Knoche ist Ärztin in einer Klinik im Niedersächsischen Bad Bodenteich und auf Magersucht spezialisiert. Sie beobachtet bei vielen Ihrer Patientinnen, dass die sozialen Medien einen massiven Einfluss auf die eigene Körperwahrnehmung haben.

      • Geflügelpest im Norden: Dramatisch wie nie zuvor

      Im Schatten der Corona-Pandemie spielt sich Dramatisches ab: Wissenschaftler sprechen vom stärksten Geflügelpest-Ausbruch überhaupt. Bei Geflügelzüchtern herrscht Alarmstimmung, seitdem die Geflügelpest durch Wildvögel auch nach Norddeutschland eingetragen wurde. So gut es geht versuchen sie ihre Tiere zu schützen. Doch wird in der Nähe der Ställe ein infizierter Vogel entdeckt, müssen die Bestände gekeult werden. In der Branche geht die Angst um, dass die Krankheit bald schon endemisch wird, also nicht mehr saisonal sondern ganzjährig grassiert. Friedrich-Otto Ripke, Präsident der niedersächsischen Geflügelwirtschaft, fordert deshalb die Entwicklung eines Impfstoffes. Doch ob und wann es diesen geben wird, ist völlig offen. Und so wird das Ringen mit der Geflügelpest zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Panorama 3-Reporter sind mit dabei, wenn der Naturschutzbund in der Wesermarsch nach infizierten Wildtieren sucht. Sie bekommen beim Geflügelzüchter vor Ort die Sicherheitsmaßnahmen gezeigt. Und sie lassen sich von den Seuchenexperten des Friedrich-Löffler-Instituts schildern, wie ernst die Lage ist.

      • Zu enge Mutter-Kind-Bindung? Staat nimmt Kinder weg

      Nach einer Trennung von Paaren gibt es oft Streit um das Sorgerecht der Kinder. Und bei diesen Sorgerechtsstreitigkeiten werden in Deutschland auch immer wieder Kinder ihren Müttern weggenommen, weil Jugendämter und Familiengerichte sich auf eine veraltete Theorie berufen: die Theorie der sogenannten symbiotischen Mutter-Kind-Beziehung. Den Müttern wird unterstellt, die Mutter-Kind-Bindung sei zu eng und schade dem Kind. Die Mütter würden ihre Kinder nach der Trennung so manipulieren, dass diese ihren Vater nicht sehen wollten. Doch diese Theorie stammt aus den 1980er Jahren, ist völlig unwissenschaftlich und wird international nicht mehr anerkannt. Doch bis heute sorgt sie in Deutschland für viel Leid. "Hätte man mich vor zwei Jahren gefragt, ob so etwas in Deutschland passieren kann, hätte ich gesagt, niemals, das gibt es so nicht", erzählt uns eine Mutter. Panorama 3 spricht mit zwei Frauen, die nur aufgrund dieser Theorie von ihren Kindern getrennt wurden, teils über viele Jahre - und mit gravierenden Folgen für Mutter und Kind. Für den renommierten Hamburger Soziologen Wolfgang Hammer, der 600 solcher Fälle ausgewertet hat, ist diese Praxis "Kindswohlgefährdung durch den Staat".

      Das Politik-Magazin geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.

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