• 25.06.2022
      11:30 Uhr
      Orientierung Das Religionsmagazin des ORF | ARD alpha
       

      Themen:

      • „Shalom Alaikum“: Meine Geschichte, unsere Zukunft
      • „Flucht“ – ein Schwerpunkt der ORF-Hauptabteilung Religion und Ethik multimedial
      • Initiative in Ghana: Drei Missionsärztliche Schwestern gründen eine Klinik
      • „Übernationale Freiheit“: Stefan Zweigs Briefe zum Judentum

      Samstag, 25.06.22
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • „Shalom Alaikum“: Meine Geschichte, unsere Zukunft
      • „Flucht“ – ein Schwerpunkt der ORF-Hauptabteilung Religion und Ethik multimedial
      • Initiative in Ghana: Drei Missionsärztliche Schwestern gründen eine Klinik
      • „Übernationale Freiheit“: Stefan Zweigs Briefe zum Judentum

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sandra Szabo
      • „Shalom Alaikum“: Meine Geschichte, unsere Zukunft

      Im Sommer 2015 – angesichts der Fluchtbewegungen damals – haben sechs jüdische Frauen beschlossen, zu helfen. Die Initiative „Shalom Alaikum“ wurde ins Leben gerufen.
      Der Name ist Programm – zwei Begrüßungsformeln, die kombiniert ein Zeichen des Dialogs sind: Das hebräische „Shalom“ und das arabische „Salam Alaikum“ finden hier zueinander. Menschen mit Fluchterfahrung wurden bei ihrer Ankunft in Österreich begleitet, etwa bei Behördenwegen oder Arztbesuchen.
      Einer von ihnen ist Amr Atay. Der mittlerweile 40-Jährige lebt seit Herbst 2015 in Österreich. Der studierte Physiker flüchtete aus Syrien. Gemeinsam mit seiner Tochter hat er sich in Wien ein neues Leben aufgebaut.

      • „Flucht“ – ein Schwerpunkt der ORF-Hauptabteilung Religion und Ethik multimedial

      Kriege, Klimakrise und soziale Konflikte als Treiber: Mehr als 100 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. So viele Kinder, Frauen und Männer wie nie zuvor, rechnet das UNHCR vor. Hinter der Zahl stehen Schicksale geflüchteter Menschen, Asylsuchender und jener, die durch Konflikte innerhalb ihres Landes vertrieben wurden.
      Weltweit sind Krieg und Gewalt der häufigste Fluchtgrund, viele Menschen fliehen auch, weil Menschenrechte verletzt werden, dazu gehört auch das Recht der freien Religionsausübung. – Die Vereinten Nationen haben bereits im Jahr 2001 den 20. Juni zum Weltflüchtlingstag erklärt.
      Ein Aktionstag, an dem besonders an jene Menschen erinnert wird, die ihre Heimat verlassen mussten. Der multimediale Schwerpunkt der ORF-Hauptabteilung „Religion und Ethik“ befasst sich – seit dem Pfingstwochenende – von Samstag, 4. Juni, bis Sonntag, 26. Juni 2022, in Fernsehen, Radio und auf religion.ORF.at mit den zahlreichen Facetten von Flucht.

      • Initiative in Ghana: Drei Missionsärztliche Schwestern gründen eine Klinik

      „Schau dir einfach einmal die Kinder hier an: Sie sind unsere Zukunft! Wenn ich aber nicht persönlich kommen würde, um zu helfen – diese Kinder wären verloren für diese Welt“, sagt der ghanaische Arzt Dan-Beck Powell. Einmal im Monat untersucht er in den Dörfern nahe der Stadt Kulmasa im Norden Ghanas Neugeborene, Kinder und Erwachsene.
      Im Umkreis von mehr als hundert Kilometern ist kein Krankenhaus zu finden. Das führt auch zu hohen Sterblichkeitsraten unter Säuglingen. Besonders stark betroffen ist die Region Savannah im Norden des Landes. Fast alle Geburten finden hier Zuhause statt.
      Oft sterben Neugeborene bei Komplikationen, auch die Sterberate unter werdenden Müttern ist hoch. Unter jenen Neugeborenen, die überleben, kommen viele mit körperlichen Behinderungen oder geistiger Beeinträchtigung zur Welt. Hunger und Unterernährung der Mütter spielen dabei eine wichtige Rolle. Drei Missionsärztliche Schwestern haben nun in der Stadt Kulmasa die Initiative ergriffen: Sie haben beschlossen, ein Spital zu errichten, zum Wohl von Müttern und ihren Neugeborenen – und die österreichische Hilfsorganisation „Jugend Eine Welt“ unterstützt sie dabei.

      • „Übernationale Freiheit“: Stefan Zweigs Briefe zum Judentum

      „Für mich ist es die Größe des Judentums, übernational zu sein, Ferment und Bindung aller Nationen und ich sehe in jedem Nationalismus die Gefahr der Entzweiung, des Stolzes, der Eingrenzung und der Eitelkeit," so Stefan Zweig im Jahr 1917 in einem Brief an den österreichisch-israelischen Schriftsteller Abraham Schwadron.
      Die zionistische Antwort auf die jüdische Not hat Stefan Zweig ein Leben lang abgelehnt und dennoch hat er sich dem Judentum zugehörig gefühlt. Lange Zeit war darüber jedoch wenig bekannt. Der Autor, der mit Werken wie „Sternstunden der Menschheit" und „Die Welt von Gestern" Weltruhm erlangte, äußerte sich nur selten und einem engen Personenkreis gegenüber zu seinen jüdischen Wurzeln.
      Der deutsch-israelische Historiker und Archivar Stefan Litt hat erstmals den Versuch unternommen, Zweigs Stellung zum Judentum genauer zu erschließen. Er hat den Briefwechsel des Autors aus den Jahren 1900 bi

      s 1940 – u.a. mit Martin Buber, Abraham Schwadron und Chaim Weizmann – durchforstet. Die von ihm zusammengestellte und kommentierte Edition umfasst 120 großteils unveröffentlichte Korrespondenzen und ermöglicht seltene Einblicke in Stefan Zweigs Gedankenwelt zu Zionismus und Judentum.
      Ein Team der „Orientierung“ hat Stefan Litt in Israel besucht und mit ihm über die im Suhrkamp Verlag erschienene Briefedition gesprochen und mit dem Direktor des Stefan Zweig Zentrums in Salzburg ein Gespräch über die Salzburger Zeit und das ambivalente Verhältnis des Autors zu dieser Stadt geführt.

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      Samstag, 25.06.22
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
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