• 01.07.2022
      00:15 Uhr
      Das Dorf der Vergesslichen Junger Dokumentarfilm | SR Fernsehen
       

      Was tun, wenn das Leben des Ehemanns, der Ehefrau, des Vaters oder der Mutter vom Vergessen bestimmt ist? Wenn die Diagnose Demenz das Familiengefüge durcheinanderbringt, wenn die Pflege der Angehörigen die eigenen Kräfte und die finanziellen Mittel übersteigt? "Das Dorf der Vergesslichen" erzählt von Demenzpatient:innen aus Europa, die in einem thailändischen Dorf von Einheimischen gepflegt werden. Ihre Familien haben die Entscheidung getroffen, sie fernab ihrer europäischen Heimat in der Einrichtung "Baan Kamlangchay" pflegen zu lassen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 01.07.22
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Was tun, wenn das Leben des Ehemanns, der Ehefrau, des Vaters oder der Mutter vom Vergessen bestimmt ist? Wenn die Diagnose Demenz das Familiengefüge durcheinanderbringt, wenn die Pflege der Angehörigen die eigenen Kräfte und die finanziellen Mittel übersteigt? "Das Dorf der Vergesslichen" erzählt von Demenzpatient:innen aus Europa, die in einem thailändischen Dorf von Einheimischen gepflegt werden. Ihre Familien haben die Entscheidung getroffen, sie fernab ihrer europäischen Heimat in der Einrichtung "Baan Kamlangchay" pflegen zu lassen.

       

      "Das Dorf der Vergesslichen" erzählt von Demenzpatienten aus Europa, die in einem thailändischen Dorf von Einheimischen gepflegt werden. Ihre Familien haben die Entscheidung getroffen, sie fernab ihrer europäischen Heimat pflegen zu lassen: "Baan Kamlangchay" heißt das Pflegeprojekt, das der Schweizer Martin Woodtli aus der eigenen Not heraus aufgebaut hat, weil er für seine pflegebedürftige Mutter in der Heimat keine passende Betreuung fand. Heute sind 14 europäische Patienten Teil des thailändischen Alltags, wohnen in Häusern im Dorf verteilt. In Paaren bewegen sich Patient und Pfleger durch die Straßen, gehen spazieren, kaufen ein, beteiligen sich an traditionellen Festen.

      "Sie wurden von ihren Kindern hierher geschickt. Hier bei uns zahlt man nicht für die Pflege der eigenen Verwandten, sowas gibt es nur bei Ausländern", sagt Nong On, die den Kiosk im Dorf betreibt. Die Kulturen könnten kaum unterschiedlicher sein, und doch scheinen sich die Lebensgeschichten und der Alltag der Einheimischen und der ausländischen Gäste harmonisch zu verbinden.

      Der Film erzählt von Menschen, die Teil dieser besonderen Welt sind. Er wirft Fragen auf, ohne zu werten. Wie geht es den europäischen Patienten, die nun hier in der Fremde leben? Inwieweit können sie wahrnehmen und begreifen, dass sie weit weg von zuhause sind? "Das Leben ist schön!", sagt Kurt, der seit mehreren Jahren als Patient in der Einrichtung lebt.

      Wann und wie er nach Thailand gekommen ist, weiß er nicht so genau: "Vielleicht wollten sie mich abschieben?" Kurze Zeit danach wähnt er sich wieder in Bern. Die thailändische Chefin bringt den Pflegern bei, dass es nicht unbedingt das Beste ist, den Patienten immer wieder zu sagen, dass sie gar nicht zuhause sind. Krankenschwester Beate kommt mehrmals im Jahr aus Deutschland hierher, um das Personal in "Baan Kamlangchay" medizinisch zu unterstützen. Sie mag das insgesamt sehr freie Leben der Bewohner hier: "Noch vor der Gesundheit ist die Freiheit das Allerwichtigste im Leben."

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 01.07.22
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
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