• 16.01.2022
      10:20 Uhr
      Gutenberg - Genie und Geschäftsmann aus Mainz SR Fernsehen
       

      Johannes Gutenberg gilt als der Erfinder des modernen Buchdrucks. Im 15. Jahrhundert entwickelte er Verfahren, Schriften erstmals mit beweglichen Lettern zu setzen. Eine Erfindung, die die Welt verändert hat. Ohne sie wäre die rasche Verbreitung revolutionärer Ideen, wie etwa die der Reformation, kaum möglich gewesen. Doch was hat Gutenberg angetrieben? Gegen welche Widerstände musste er ankämpfen? Wurden die Umstände seiner Erfindung jemals richtig erzählt? Das Dokudrama zeichnet das Porträt eines streitbaren Querulanten, unbeirrbaren Visionärs und wagemutigen Geschäftsmanns.

      Sonntag, 16.01.22
      10:20 - 11:45 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Johannes Gutenberg gilt als der Erfinder des modernen Buchdrucks. Im 15. Jahrhundert entwickelte er Verfahren, Schriften erstmals mit beweglichen Lettern zu setzen. Eine Erfindung, die die Welt verändert hat. Ohne sie wäre die rasche Verbreitung revolutionärer Ideen, wie etwa die der Reformation, kaum möglich gewesen. Doch was hat Gutenberg angetrieben? Gegen welche Widerstände musste er ankämpfen? Wurden die Umstände seiner Erfindung jemals richtig erzählt? Das Dokudrama zeichnet das Porträt eines streitbaren Querulanten, unbeirrbaren Visionärs und wagemutigen Geschäftsmanns.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Marc Jampolsky

      Johannes Gutenberg gilt als der Erfinder des modernen Buchdrucks. Im 15. Jahrhundert entwickelte er Verfahren, Schriften erstmals mit beweglichen Lettern zu setzen. Eine Erfindung, die die Welt verändert hat. Ohne sie wäre die rasche Verbreitung revolutionärer Ideen, wie etwa die der Reformation, kaum möglich gewesen. Wie das Feuer, das Rad und das Internet hat Gutenbergs Werk damals den Kurs der Geschichte in eine neue Richtung gelenkt.

      Dennoch weiß man wenig über Gutenbergs Persönlichkeit. Was hat ihn angetrieben? Gegen welche Widerstände musste er ankämpfen? Wurden die abenteuerlichen Umstände, die seine Erfindung begleitet haben, jemals richtig erzählt? Denn es stellt sich die Frage, wie und mit welchem Geld seine Innovation im 15. Jahrhundert durchgeführt werden konnte. Und noch viel wichtiger: Wie ließen sich in einer Zeit ohne Patente solch wegweisende Erfindungen überhaupt schützen? Mit wem konnte Gutenberg Bündnisse schließen, wer unterstützte ihn?

      Marc Jampolskys Dokudrama ist eine internationale Koproduktion, die das Porträt des Erfinders vor dem Hintergrund seiner Epoche zeichnet. In zahlreichen Spielszenen entsteht das Bild eines Mannes, der sich nach und nach als streitbarer Querulant, unbeirrbarer Visionär und wagemutiger Geschäftsmann entpuppt.

      Historikerinnen und Historiker ordnen Gutenbergs Wirken ein und erläutern den Stand der Forschung. Expertinnen und Experten sind heute in der Lage, Tinten, Papiere und typografische Elemente aus dem 15. Jahrhundert präzise zu analysieren. Cornelia Schneider etwa, Konservatorin des Gutenbergmuseums Mainz, zeigt Fragmente von lateinischen Grammatiken, Donaten genannt, die als erste Ergebnisse des Gutenbergschen Druckverfahrens gelten. Computergesteuerte Vergleiche der Formen einzelner Lettern aus den Donaten mit denen der späteren 42-zeiligen Gutenberg-Bibel weisen eine erstaunliche Verbesserung der Druckqualität auf. Als weiterer Fortschritt kamen das Druckverfahren mit drei Farben hinzu sowie die Einführung eines Impressums am Ende eines Druckes, wie die Generaldirektorin der österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, anhand eines Exponates der 150 Psalmen des David erklärt.

      Bis heute staunt man, dass sämtliche erhaltenen Gutenberg-Drucke von ihrer intensiven Farbigkeit und ästhetischen Wirkung nichts verloren haben, dass der Mainzer in der Lage war, in so kurzer Zeit, auf mechanischem Wege Bücher herzustellen, die der sorgfältigen Kalligraphie der Schreibstuben seiner Zeit absolut ebenbürtig waren.

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