• 06.10.2022
      22:10 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN
       

      Themen:

      • Geteilte Einheitsfeier in Dresden
      • "Colette" - Oscar-prämierter Dokumentarfilm über die schmerzhafte Begegnung mit der Vergangenheit 

      • 

"Worin unsere Stärke besteht..." - Eine Schau 50 ostdeutscher Künstlerinnen 

      • Amiga reloaded - Hip-Hop-Schätze zum 75. Geburtstag
      • Kulturkalender

      Themen:

      • Geteilte Einheitsfeier in Dresden
      • "Colette" - Oscar-prämierter Dokumentarfilm über die schmerzhafte Begegnung mit der Vergangenheit 

      • 

"Worin unsere Stärke besteht..." - Eine Schau 50 ostdeutscher Künstlerinnen 

      • Amiga reloaded - Hip-Hop-Schätze zum 75. Geburtstag
      • Kulturkalender

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Yara Hoffmann
      • Geteilte Einheitsfeier in Dresden

      
Wie feiert man eigentlich die Deutsche Einheit? 32 Jahre Friede, Freude, Eierkuchen oder 32 Jahre, und wir sind uns keinen Schritt nähergekommen? So polemisch, so extrem sind die Wahrnehmungen der Einheit. Die Dresdner Sinfoniker, bekannt für ihre originellen Konzerte an besonderen Orten der Welt, sind diesmal zu Hause geblieben und bauten kurzerhand die Mauer wieder auf. Temporär, versteht sich. Im Kulturpalast Dresden feierten sie mit dem Publikum eine Zeitreise. Es ging zurück in die geteilten deutschen Lande mit Werbung und Fernsehschnipseln aus Ost und West, die die Teilung kommentierten. Die wieder aufgebaute Mauer bestand aus Jugendlichen, die den Konzertsaal in zwei Hälften teilten - und führt uns damit in die Gegenwart. Die Jugendlichen trugen Shirts mit Fotos von verschiedenen Mauern dieser Welt. Musik gab es natürlich auch. Mit zwei Uraufführungen, eigens für diesen Abend komponiert, begeisterten die Sinfoniker ihr Publikum. 



      • "Colette" - Oscar-prämierter Dokumentarfilm über die schmerzhafte Begegnung mit der Vergangenheit 


      Die 90-jährige Colette ist eine der letzten Überlebenden des französischen Widerstands gegen die deutschen Besatzer - als junges Mädchen kämpfte sie, wie ihre ganze Familie, in der Résistance. Ihr damals 17-jähriger Bruder Jean-Pierre wurde 1943 von den Nazis gefasst, das KZ Mittelbau-Dora war die letzte Station seines jungen Lebens. Seit seiner Ermordung hat Colette nie wieder deutschen Boden betreten - 74 Jahre lang. Bis die junge Geschichtsstudentin Lucie sie bat, mir ihr gemeinsam die Geschichte ihres Bruders zu erzählen und den Ort seiner Ermordung, das KZ in Nordhausen, gemeinsam aufzusuchen. 

Der amerikanische Regisseur Anthony Giaccino hat die beiden Frauen auf ihrer Reise in die heutige Gedenkstätte Mittelbau-Dora begleitet. Für seinen zutiefst berührenden Dokumentarfilm gewann er 2021 den Oscar für dokumentarische Kurzfilme.
      Der Film zeigt mit unaufdringlicher Nähe, dass manche Wunden nur heilen können, wenn man zulässt, dass sie wieder aufreißen können. Wir treffen Anthony Giaccino an der Stelle, an der er selbst 1990 Deutschland das erste Mal kennengelernt hatte - an den Überresten der damals noch fast intakten Berliner Mauer. Er ist in Deutschland, um seinen Film erstmals im Kino zu präsentieren. Seine Produzentin und er werden "Colette" gemeinsam mit ihren Heldinnen Colette Marin-Catherine und Lucie Fouble am 7.10. im Berliner Kino "Babylon" und am 9. Oktober in der Hochschule Nordhausen zeigen und mit dem Publikum darüber sprechen.

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"Worin unsere Stärke besteht..." - Eine Schau 50 ostdeutscher Künstlerinnen 


      Künstler aus der DDR hatten es nach der Wende oft schwer, Künstlerinnen noch schwerer. Eine Ausstellung in Berlin lenkt nun den Blick auf ihre Werke. Sie zeigt die Arbeiten von 50 Künstlerinnen aus drei Generationen der DDR. Die Künstlerin Andrea Pichl hat sie kuratiert. Es gehe nicht um ein Narrativ der DDR oder eine Historisierung der Kunst, sondern um Biografien, sagt Pichl. "Es spielt natürlich eine Rolle, woher man kommt. Und das strukturiert auch die ganzen Zugänge, die persönlichen und ästhetischen - obgleich man keine ästhetischen Gemeinsamkeiten erkennen kann", sagt sie. "Und das ist das Interessante." Die Schau will sich von anderen Ausstellungen abgrenzen, die vor allem Werke männlicher DDR-Künstler in den Mittelpunkt rückten. Frauen waren bisher deutlich unterrepräsentiert - eine doppelte Benachteiligung, wenn man bedenkt, dass Kunst aus der DDR ohnehin das Nachsehen gegenüber westdeutschen Werken hat. 



      • Amiga reloaded - Hip-Hop-Schätze zum 75. Geburtstag

      
Das Plattenlabel Amiga wird 75 Jahre alt, und die Hip-Hoper Dexter und Max Herre veröffentlichen aus diesem Anlass das Album "Hallo22", auf dem sie Schätze der DDR-Rockmusik der 70er Jahre neu arrangiert haben. Der Titel bezieht sich auf eine Reihe, die bei Amiga 1972 mit "Hallo Nr.1" begann. Schon vor Jahren haben Herre und Dexter Soul und Funk aus der DDR e

      ntdeckt und waren begeistert - Manfred Krug, Uschi Brüning, Veronika Fischer, Holger Biege, Hansi Biebl, Regine Dobberschütz und Günther Fischer bekommen ein "Hip-Hop-Denkmal". Wir sprechen mit Dexter und Veronika Fischer darüber und stellen das Album vor. 



      Kulturkalender 


      • Premiere und dt. UA "Ladies football club", Staatstheater Meiningen am 7.10.

      
* Pochen Biennale in Chemnitz 29.9. bis 9.10
      
* Dokumentarfilm "The North Drift - Plastik in Strömen", Kinotour 7.10. in Leipzig, 2.11. in Magdeburg, ab 26.10. bundesweit im Kino 



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