• 27.01.2022
      00:20 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN
       

      Themen:

      • Ein gesammeltes Leben - Manfred Krugs Tagebücher
      • Die Geschichte einer Sehnsucht: Sabine Jaehnkes Fotoband "Funafuti"
      • 

Wenn eine Schenkung Geld kostet: Kunst lieber vernichten als bewahren?
      • Kimchi, K-Pop, Kino - Wie Südkorea die Popkultur erobert

      Themen:

      • Ein gesammeltes Leben - Manfred Krugs Tagebücher
      • Die Geschichte einer Sehnsucht: Sabine Jaehnkes Fotoband "Funafuti"
      • 

Wenn eine Schenkung Geld kostet: Kunst lieber vernichten als bewahren?
      • Kimchi, K-Pop, Kino - Wie Südkorea die Popkultur erobert

       
      • Ein gesammeltes Leben - Manfred Krugs Tagebücher

      
Seine Aufzeichnungen aus dem Jahr 1976, nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns, hat er in dem Buch "Abgehauen" veröffentlicht. Sie wurden ein Bestseller. Nun erscheint wieder ein Tagebuch aus seiner Feder, das die Jahre 1996/97 umfasst: Manfred Krug zwanzig Jahre nach seiner Übersiedlung nach Westberlin, inzwischen Schauspieler in einem wiedervereinten Deutschland. Er ist noch nicht ganz 60 und auf dem Höhepunkt seines deutsch-deutschen Ruhms: als "Liebling Kreuzberg", als "Tatort"-Kommissar und als Werbeikone der Telekom. Über all das schreibt er, aber auch über den Verlust seines Schriftsteller-Freundes Jurek Becker, seinen Schlaganfall und über sein doppeltes Familienleben. Manfred Krug ist verheiratet - er hat drei erwachsene Kinder. Sein Tagebuch offenbart die heimliche Affäre mit der Schauspielerin Petra Duda, aus der die gemeinsame Tochter Marlene hervorging, die heute 26 Jahre alt ist. 

"artour" hat mit Marlene Duda und Daniel Krug über ihren Vater gesprochen. Auf Fortsetzung seiner Tagebücher darf man hoffen. Denn geschrieben hat er bis 2015, ein Jahr vor seinem Tod. Das Buch "Ich sammle mein Leben zusammen: Tagebücher 1996-1997" erscheint jetzt wenige Tage vor Manfred Krugs 85. Geburtstag am 8. Februar im Kanon Verlag.

      • Die Geschichte einer Sehnsucht: Sabine Jaehnkes Fotoband "Funafuti"

      
In den 70er Jahren sitzt ein junges Mädchen in ihrem Kinderzimmer in einem Plattenbau in Dresden-Naußlitz und schreibt Briefe. Briefe an erfundene Adressen überall auf der Welt. Sie denkt sich Adressaten und Hotels in Honolulu, in New York, in Australien und in Funafuti aus, einem Atoll im Pazifik. Die Namen der Orte klingen verheißungsvoll, klingen nach Sehnsucht. Sie hat sie in ihrem Schulatlas gelesen und weiß, dass sie nie dorthin fahren kann, wohin ihre Briefe reisen. Aber genau das ist ihr Plan: Sie will, dass die Briefe abgestempelt zu ihr zurückkommen. 

40 Jahre später hat diese Frau die Orte, von denen sie als Kind träumte, mit der Kamera besucht und aus ihren Briefen die Abschlussarbeit für die Fotografie-Meisterklasse der Ostkreuz-Fotoschule in Berlin gemacht. Obwohl sie eigentlich keine Fotografin ist. Und obwohl sie todkrank ist. Sabine Jaehnkes Fotos sind in Berlin in einer Ausstellung mit den Arbeiten der Meisterklasse der Ostkreuz-Fotoschule zu sehen und in einem wundervollen Buch mit dem Titel "Funafuti" erschienen.

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Wenn eine Schenkung Geld kostet: Kunst lieber vernichten als bewahren?

      Die Nachricht hat erschreckt: Der renommierte Leipziger Künstler Hartwig Ebersbach verbrennt seine Bilder. Tatsächlich hat sich der demnächst 83-jährige "wilde Maler" dazu entschlossen, ein solches Fanal zu setzen - allerdings gut dosiert und begrenzt. Aktuell soll es ein Zeichen sein gegen den überraschenden Umstand, dass ein Künstler Steuern zahlen muss, wenn er einem Museum seine Werke schenken möchte. Es ist ihm passiert, weil er gleichsam als Ordnung der Hinterlassenschaften und als Abrundung seiner Biographie den Museen seiner Herkunft Bilder schenkt. 

Zweifellos ist das eine privilegierte Situation: von vielen Künstlern wollen die Museen gar nichts geschenkt haben. In dieser Hinsicht ist Hartwig Ebersbach in der vorteilhaften Lage, dass sein Nachlass von einem Galeristen betreut werden wird. Und bei diesem Künstler hat das "Verbrennen" als Thema und Aktion sogar eine längere Geschichte. Ein solches Fanal war ihm immer Schmerz und Befreiung, Zerstörung und Neubeginn. Jetzt hat er allerdings mit seiner Vernichtung eine Debatte über den Umgang mit dem künstlerischen Erbe entfacht.

      • Kimchi, K-Pop, Kino - Wie Südkorea die Popkultur erobert

      "Squid Game", die erfolgreichste Netflix-Serie aller Zeiten. Die Boyband BTS - in Asien und im Westen absolute Megastars. Und "Parasite" hat Filmgeschichte geschrieben. Südkorea ist zu einer kulturellen Supermacht geworden. Wie konnte das passieren? 

Kulturkalender 

Moderation: Yara Hoffmann

      "artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 02.12.2022