• 16.05.2022
      22:45 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Steigende Bodenpreise: wird Wohnen unbezahlbar?
      • Schlager statt Protestsongs: die Autobiografie von Roland Kaiser
      • "Stasikomödie": DDR-Aufarbeitung mit Leander Haußmann
      • "Am Rande der Glückseligkeit": eine Kulturgeschichte des Strandes
      • Fotograf, Weltbürger, Homosexueller: Herbert List-Ausstellung in Hamburg

      Montag, 16.05.22
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Steigende Bodenpreise: wird Wohnen unbezahlbar?
      • Schlager statt Protestsongs: die Autobiografie von Roland Kaiser
      • "Stasikomödie": DDR-Aufarbeitung mit Leander Haußmann
      • "Am Rande der Glückseligkeit": eine Kulturgeschichte des Strandes
      • Fotograf, Weltbürger, Homosexueller: Herbert List-Ausstellung in Hamburg

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Christine Gerberding
      Produktion Miriam Rumohr
      Moderation Julia Westlake
      • Steigende Bodenpreise: wird Wohnen unbezahlbar?

      Er ist endlich. Er wird dringend gebraucht. Er ist zum Spekulationsobjekt geworden, steigt und steigt im Wert. Zwischen 1962 und 2017 im Durchschnitt um sagenhafte 2308 Prozent. Er wird quasi gerade vergoldet: der Boden. Grund und Boden wird gebraucht, um Häuser oder Wohnungen überhaupt bauen zu können. Und die wollen und sollen gebaut werden. Und so ist der Boden ein nicht unwichtiger Faktor, wie teuer die Miete oder der Hausbau am Ende wird. Eine anscheinend unendliche Preisspirale nach oben. Wie kann dieser Tatsache Einhalt geboten werden? Wie kann es geschafft werden, dass Wohnraum noch bezahlbar bleibt oder wieder wird? Das "Kulturjournal" hat sich in Braunschweig und Hannover auf Baustellen und bei Bürgermeister*innen umgehört.

      • Schlager statt Protestsongs: die Autobiografie von Roland Kaiser

      Roland Kaiser ist der Schlagerstar schlechthin in Deutschland. Und er ist politischer als viele Menschen glauben. In seiner Autobiografie "Sonnenseite" erzählt er jetzt ausführlich, woher sein großes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein kommt. Dabei erzählt das Buch zugleich eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: vom Mauerbau, über den Besuch John F. Kennedys hin zur heutigen Zeit. Das "Kulturjournal" hat Roland Kaiser getroffen und mit ihm über Schlager, Politik und die Zukunft gesprochen.

      • "Stasikomödie": DDR-Aufarbeitung mit Leander Haußmann

      Zwei Filme hat Leander Haußmann über die DDR, so wie er sie gesehen hat, gemacht: "Sonnenallee" (1999) und "NVA" (2005), beide sehr erfolgreich. Jetzt folgt mit "Stasikomödie" der Abschluss der Trilogie. Ein Film, der in der Endphase der DDR spielt, in der das Regime bereits ausgehöhlt und zu seiner eigenen Parodie erstarrt war. Ernst ist hier nichts mehr, weder die Spitzel der Stasi, die längst die Kontrolle über das Geschehen verloren haben, noch die Oppositionsbewegung, eine selbstverliebt um sich kreisende Parallelwelt. Die "Stasikomödie" zeigt die Agonie der DDR als großes Schmierentheater, dessen Akteure kaum mehr wussten, für wen und wofür sie hier noch mitspielen sollten. Das "Kulturjournal" hat mit Leander Haußmann darüber gesprochen, warum die Stasi und die DDR die Menschen heute immer noch interessieren.

      • "Am Rande der Glückseligkeit": eine Kulturgeschichte des Strandes

      Den Strand, diesen sandigen Streifen zwischen Land und Meer, untersucht die Leipziger Autorin und Teilzeitniederländerin Bettina Baltschev mit feiner Behutsamkeit in ihrem Buch, mit dem sie eine europäische Kulturgeschichte des Strandes geschrieben hat. Die Autorin nimmt die Leserschaft mit an acht europäische Strände, von Hiddensee bis Lesbos. An diesen acht Stränden verwebt sie die Geschichte der Orte und der dort entstandenen Kunst mit Besuchen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die sie mit kultursoziologischen Reflexionen über den Strand sowie persönlichen Erfahrungen würzt. Bettina Baltschev zeigt, dass der Strand in der Geschichte nicht nur Ort der Glückseligkeit ist, sondern immer auch ein Ort war, an dem Kriege wie in der Normandie und humanitäre Katastrophen wie auf Lesbos sichtbar werden. Am Ende ist der von den Menschen in Besitz genommene Streifen zwischen Land und Meer, der Überschwemmungsboden, auch ein Spiegel der Geschichte. Das Buch "Am Rande der Glückseligkeit" ist jetzt für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.

      • Fotograf, Weltbürger, Homosexueller: Herbert List-Ausstellung in Hamburg

      Er sollte Kaffeehändler werden wie sein Vater. Aber seine Welt war die der Kultur, besonders der Fotografie. Herbert List (1903 – 1975) tauschte das Leben eines Hamburger Kaufmanns gegen das eines offen schwulen Künstlers und reisenden Weltbürgers. Seine Schwarz-Weiß-Bilder beeinflussten viele spätere Fotografen: Künstlerporträts, Männerakte, Motive aus Italien oder Griechenland. Das Bucerius Kunst Forum feiert Herbert List nun mit einer großen Retrospektive: "Das magische Auge" ist eine Ausstellung im Rahmen der Triennale der Photog

      raphie Hamburg (14. Mai bis 11. September).

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

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