• 06.07.2022
      00:45 Uhr
      Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt Das Jahr 2002 | rbb Fernsehen
       

      Das Jahr 2002 - der Euro kommt und wird zum Teuro. Die Raubüberfälle der berüchtigten Hammerbande halten die Berliner in Atem. Und eine Zahnarzthelferin aus Köpenick wird Miss Germany.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 06.07.22
      00:45 - 02:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      VPS 00:15

      Das Jahr 2002 - der Euro kommt und wird zum Teuro. Die Raubüberfälle der berüchtigten Hammerbande halten die Berliner in Atem. Und eine Zahnarzthelferin aus Köpenick wird Miss Germany.

       

      2002 - das Jahr, in dem der Euro eingeführt wird. Viele Berliner sehen in der neuen Währung einen Preistreiber: „Teuro“ wird zum Wort des Jahres.

      Eine Gemüsehändlerin erzählt von erbosten Kunden und einem enormen Preisanstieg wegen eines Kälteeinbruchs in Südeuropa: Für Tomaten, Auberginen und Co. Im Juli fegt ein Jahrhundert-Orkan über die Stadt hinweg - auf der Insel Schwanenwerder werden zwei Kinder von einem Baum erschlagen. Albrecht Broemme, damals Chef der Berliner Feuerwehr, erinnert sich an die Tragödie.

      Kopf-an-Kopf-Rennen in der Politik: Bei der Bundestagswahl 2002 will Herausforderer Edmund Stoiber Bundeskanzler Gerhard Schröder ablösen. Der SPD-Wahlkampfmanager und Schröder-Vertraute Matthias Machnig organisiert von der legendären „Kampa“ in Berlin Mitte aus eine historische Aufholjagd und spricht über das erste TV-Duell der bundesdeutschen Geschichte.

      Für Katrin Wrobel, Zahnarzthelferin aus Köpenick, verändert dieses Jahr das ganze Leben: Sie wird zur schönsten Frau Deutschlands gewählt und gibt ihren Beruf auf. Im Interview erzählt sie von Glücksgefühlen und Zweifeln beim Start in eine neue Welt.

      Schauspielerin Steffi Kühnert erinnert sich an einen der schönsten Momente ihrer Karriere: In diesem Jahr wird ihr erster Film „Halbe Treppe“ zum Überraschungserfolg bei der Berlinale.

      Ein Film von Dagmar Wittmers

      Eine TV-Chronik der Superlative über fünf Jahrzehnte: Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" erzählt Berliner Geschichte. Jedes Jahr in 90 Minuten, ein Kaleidoskop der Themen, die die Berlinerinnen und Berliner bewegten.

      Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal.

      Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: „Arm, aber sexy“. Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher.

      Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über „Parallelgesellschaften“ und beklagt einen „Ehrenmord“.

      Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein „Sommermärchen“ - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.

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