• 28.01.2022
      05:00 Uhr
      quer ... durch die Woche mit Christoph Süß | BR Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Datenlos durch die Welle? Die Folgen des deutschen PCR-Debakels
      • Alarmstufe Rot: Was, wenn‘s brennt und keiner kommt?
      • Dem Volk aufs Maul geschaut: Die Erblast von Seehofers Politikstil
      • Rote Ampel für Parker: Verkorkst München die Verkehrswende?

      Freitag, 28.01.22
      05:00 - 05:50 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Themen u.a.:

      • Datenlos durch die Welle? Die Folgen des deutschen PCR-Debakels
      • Alarmstufe Rot: Was, wenn‘s brennt und keiner kommt?
      • Dem Volk aufs Maul geschaut: Die Erblast von Seehofers Politikstil
      • Rote Ampel für Parker: Verkorkst München die Verkehrswende?

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Christoph Süß
      • Datenlos durch die Welle? Die Folgen des deutschen PCR-Debakels

      Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie stellt Deutschland fest: Es gibt zu wenig PCR-Testkapazitäten. Omikron habe die Labore an ihre Grenzen gebracht, heißt es. Daher soll sich jetzt das Gros der Bevölkerung mit den ungenaueren Schnelltests begnügen. Verständnislos blickt man nach Österreich und erfährt, dass die Stadt Wien täglich 800.000 Tests auswerten kann, in ganz Deutschland sind es 2,4 Millionen - in der Woche! Das liegt nicht nur an einer unterschiedlichen Zählweise. Seit 2020 setzt Wien auf Gurgel-PCR-Selbsttests. Sie sind dank Pooling kaum teurer als die Antigen-Schnelltests. Die Gurgler gibt's gratis, den Test kann man in den Briefkasten werfen. Währenddessen fehlen in Deutschland durch den PCR-Mangel detaillierte Infektionsdaten, ohne die weder Bürger noch Staat in der Omikron-Welle fundiert wissen können, was zu tun ist.

      • Alarmstufe Rot: Was, wenn's brennt und keiner kommt?

      Am Starnberger See wohnt man gern. Sich bei der Feuerwehr einbringen? Eher ungern. So wurde die FFW Hanfeld schon aufgelöst, auch in Percha sucht die Wehr oft vergebens nach Nachwuchs. Am Ende steht die Eingliederung bei größeren Nachbarwehren. Eine Entwicklung, die auch anderswo in Bayern droht. Vielerorts steigen zunehmend erfahrene Leistungsträger aus beruflichen und familiären Gründen aus. Viele Pendler sind tagsüber bei Einsätzen nicht greifbar, da zu weit weg. Am Ende müssen es oft hauptamtliche Kräfte richten. Ist die Freiwillige Feuerwehr also unvermeidlich ein Auslaufmodell?

      • Dem Volk aufs Maul geschaut: Die Erblast von Seehofers Politikstil

      Ex-Innenminister und Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer ist außer Dienst. Seinen Nachfolgern hat er ein schwieriges Erbe hinterlassen. Denn sein Politikstil war oft der des vorauseilenden Exekutors: Welche Meinung wird beim Volk vermutet? Zu Windrädern, Muslimen, Impfung? Und nach der vermuteten Meinung wurde gehandelt, ob 10H, Ausländermaut, oder gar bei der Impfpflicht, wo Seehofers Skepsis früh die Debatte beeinflusste. Jetzt steht sogar die Frage im Raum, ob er die Einschätzung des Verfassungsschutzes zur AfD abschwächen ließ, weil darin Aussagen analysiert wurden, die er selbst schon getätigt hatte - zum Beispiel, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Horst Seehofer ist jetzt in Rente, sein Politikstil aber hat längst Schule gemacht.

      • Rote Ampel für Parker: Verkorkst München die Verkehrswende?

      Die Stadt München geht nun die Verkehrswende an und will die Parkgebühren drastisch erhöhen. Und fängt ausgerechnet bei den Handwerkern an. 720 statt 265 Euro im Jahr sollen die künftig berappen, um parken zu können. Was allerdings kaum die vielen Privat-PKW aus der Stadt bringt, sondern höchstens die Handwerkerrechnungen erhöht. Auch die Preise für Parkscheine und Anwohnerparken sollen enorm steigen. Das juckt den Fahrer eine Luxuslimousine wohl weniger als den eines Kleinwagens. Trifft die Verkehrswende also wirtschaftlich Schwache und jene, die die Stadt am Laufen halten? Oder ist es notwendig, weil man ja irgendwo anfangen muss? Auf besseren und billigen Nahverkehr jedenfalls warten die Münchener noch.

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