• 19.01.2022
      20:15 Uhr
      jetzt red i - Der Bürger hat das Wort Ramschware oder Luxusgut - Was sind uns unsere Lebensmittel wert? | BR Fernsehen
       

      Kaum war der Weihnachtsbraten verzehrt, da preschte der neue Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir mit einer Forderung vor: Ramschpreise bei Lebensmitteln soll es nicht mehr geben.
      Soll die Politik gegen Ramschpreise vorgehen? Braucht es einen sozialen Ausgleich für Bedürftige? Wie können die Bauern ein höheres Einkommen erzielen? Wie viel Macht hat der Lebensmittel-Einzelhandel?
      Über diese und andere Fragen diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger live mit Michaela Kaniber (CSU), Bayerische Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen im Landtag.

      Mittwoch, 19.01.22
      20:15 - 21:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Kaum war der Weihnachtsbraten verzehrt, da preschte der neue Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir mit einer Forderung vor: Ramschpreise bei Lebensmitteln soll es nicht mehr geben.
      Soll die Politik gegen Ramschpreise vorgehen? Braucht es einen sozialen Ausgleich für Bedürftige? Wie können die Bauern ein höheres Einkommen erzielen? Wie viel Macht hat der Lebensmittel-Einzelhandel?
      Über diese und andere Fragen diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger live mit Michaela Kaniber (CSU), Bayerische Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen im Landtag.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Tilmann Schöberl
      Franziska Eder

      Kaum war der Weihnachtsbraten verzehrt, da preschte der neue Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir mit einer Forderung vor: Ramschpreise bei Lebensmitteln soll es nicht mehr geben. Doch was bedeutet das für Verbraucher und Landwirte?

      Der neue Bundeslandwirtschaftsminister spricht Klartext. Cem Özdemir hat den Billigst-Angeboten im Supermarkt den Kampf angesagt: „Es darf keine Ramschpreise für Lebensmittel mehr geben. Sie treiben Bauernhöfe in den Ruin, verhindern mehr Tierwohl, befördern das Artensterben und belasten das Klima.“ Lockangebote zu Dumping-Preisen will der Grünen-Politiker in Zukunft verhindern. Die Leute müssten lernen, Lebensmittel besser wertzuschätzen: „Manchmal habe ich das Gefühl, ein gutes Motoröl ist uns wichtiger als ein gutes Salatöl“. Für diese Aussagen bekam er viel Zuspruch von Tierschützern und auch Landwirte unterstützten den Vorstoß. „Für uns ist entscheidend, dass mehr Geld auf unseren Höfen ankommt“, so Joachim Ruckwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes.

      Kritik an Özdemirs Plänen

      Die Union übt dagegen deutliche Kritik. Die Ampel-Regierung sei „nicht dazu da, Menschen vorzuschreiben, was oder wie viel sie essen sollen“, meint Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Auch die Sozialverbände sehen die Initiative kritisch und mahnen an, dass viele Bürgerinnen und Bürger jetzt schon zu wenig Geld in der Tasche hätten, um sich gute und gesunde Lebensmittel leisten zu können.

      Und die sind deutlich teurer geworden: Im letzten Jahr stiegen die Lebensmittelpreise um knapp 5 Prozent. Doch nicht nur die Verbraucher, auch die Erzeuger leiden unter der Inflation. Für Futter, Diesel und Dünger müssen die Landwirte immer mehr bezahlen, und gleichzeitig bekommen sie für ihre Produkte nicht mehr Geld. Die Folge: Immer mehr Bauern überlegen, ihre Höfe aufzugeben.

      Wird Essen zum Luxusgut?

      Soll die Politik gegen Ramschpreise vorgehen? Braucht es einen sozialen Ausgleich für Bedürftige? Wie können die Bauern ein höheres Einkommen erzielen? Wie viel Macht hat der Lebensmittel-Einzelhandel? Was sind uns unsere Lebensmittel wert?

      Über diese und andere Fragen diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger live mit Michaela Kaniber (CSU), Bayerische Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag.

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