• 02.10.2022
      23:35 Uhr
      Exil Spielfilm Deutschland /Belgien/Kosovo 2020 | Das Erste
       

      Mobbing, Rassismus oder doch nur Einbildung? Der Pharmaingenieur Xhafer fühlt sich auf der Arbeit zunehmend diskriminiert. Dabei ist er bereits vor Jahrzehnten aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen, hat hier eine Familie gegründet und eine neue Heimat gefunden.
      Doch dann hängt an seinem Gartentor eine tote Ratte und im Büro wird er wiederholt ausgegrenzt. Xhafer hat seinen Kollegen Urs im Verdacht und vermutet Rassismus als Motiv. Seine Frau warnt ihn vor zu schnellen Schlüssen und vermutet eher andere Ursachen. Bildet sich Xhafer die Ausgrenzung am Arbeitsplatz nur ein oder haben sie es in der Firma wirklich auf ihn abgesehen?

      Sonntag, 02.10.22
      23:35 - 01:33 Uhr (118 Min.)
      118 Min.

      Mobbing, Rassismus oder doch nur Einbildung? Der Pharmaingenieur Xhafer fühlt sich auf der Arbeit zunehmend diskriminiert. Dabei ist er bereits vor Jahrzehnten aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen, hat hier eine Familie gegründet und eine neue Heimat gefunden.
      Doch dann hängt an seinem Gartentor eine tote Ratte und im Büro wird er wiederholt ausgegrenzt. Xhafer hat seinen Kollegen Urs im Verdacht und vermutet Rassismus als Motiv. Seine Frau warnt ihn vor zu schnellen Schlüssen und vermutet eher andere Ursachen. Bildet sich Xhafer die Ausgrenzung am Arbeitsplatz nur ein oder haben sie es in der Firma wirklich auf ihn abgesehen?

       

      Xhafer mag seine Arbeit als Pharmaingenieur, doch fühlt er sich von seinen Kollegen und Vorgesetzten zunehmend ausgegrenzt. Als eine wichtige Sitzung in einen anderen Raum verlegt wird, bekommt er als Einziger nicht Bescheid. Unterlagen und Daten, die er für seine Arbeit anfordert, werden ihm vorenthalten, während man ihm gleichzeitig Nachlässigkeit und Inkompetenz unterstellt.

      Dabei lebt Xhafer seit Jahrzehnten in Deutschland, nachdem er wegen des Jugoslawienkrieges aus dem Kosovo geflohen ist. Mit seiner deutschen Frau Nora hat er inzwischen in seiner neuen Wahlheimat eine Familie gegründet. Sie haben zwei Mädchen und ein sieben Monate altes Baby. Doch das Klima auf der Arbeit wird immer feindseliger. Oder bildet er sich das nur ein?

      Nora warnt ihn davor, seinen Kollegen Rassismus zu unterstellen. Sie vermutet eher, dass ein persönliches Problem vorliegt, schließlich fehlt es ihm auch manchmal an Empathie. Allerdings ist da noch die tote Laborratte, die an ihrem Gartentor hängt. Als der Kinderwagen vor ihrem Haus plötzlich in Flammen steht und sich Xhafer von deutschen Polizisten nicht ernstgenommen fühlt, spitzt sich die Lage zu. In seiner Paranoia beginnt er zu glauben, Nora könnte ihn betrügen. Diese ist aufgrund des zunehmend aggressiven Verhaltens ihres Mannes besorgt und mit der Doppelbelastung durch die drei Kinder und die Arbeit an ihrer Promotion an der Grenze der Belastbarkeit.

      Schließlich sucht Xhafer die direkte Konfrontation mit seinem Kollegen Urs, den er für die Vorfälle verantwortlich macht. Doch dieser bleibt von den Anschuldigungen gegen sich ungerührt. Auch Xhafers Vorgesetzter stellt in einem Gespräch infrage, ob seine Einschätzung der Situation korrekt ist. Als seine Tochter Rosa kurze Zeit später ein Dutzend Ratten in ihrem Briefkasten findet, ist Urs für Xhafer zu weit gegangen. Er will sich an ihm rächen, doch dann kommt es ganz anders …

      Für sein Langfilmdebüt „Babai“ 2015 wurde Regisseur Visar Morina mit zahlreichen deutschen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Sein zweiter Langfilm „Exil“ feierte im Januar 2020 beim Sundance Film Festival Weltpremiere. In Deutschland wurde das Drama erstmals im Rahmen der Filmfestspiele in Berlin 2020 vorgestellt. Morina erhielt bereits 2018 für „Exil“ den Deutschen Drehbuchpreis. Misel Maticevic („Im Angesicht des Verbrechens“ 2010, „Oktoberfest 1900“ 2020) wurde 2020 mit dem Günter-Rohrbach-Filmpreis und 2021 mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Schauspieler ausgezeichnet.

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      23:35 - 01:33 Uhr (118 Min.)
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