• 06.07.2022
      17:00 Uhr
      Im Schatten der Karpaten (1/2) Wo in alter Armut neuer Reichtum zu entdecken ist | 3sat
       

      Gheorghe und Maria Glodean leben und arbeiten als Bauern wie ihre Vorfahren im Norden Rumäniens. Heu wird seit Jahrhunderten mit der Sense gemacht, so blieben Kulturlandschaften von außerordentlicher Biodiversität erhalten. Im Apuseni-Gebirge gedeiht Arnika noch in großer Menge und wird nachhaltig genutzt. Erst jetzt wird der Reichtum Rumäniens entdeckt, das als Armenhaus Europas bekannt ist. Er liegt in der Ursprünglichkeit des Landes. Die scheinbare Rückständigkeit eröffnet in Zeiten eines ins Schwanken gekommenen Fortschrittsglaubens einen neuen Reichtum und neue Perspektiven.

      Mittwoch, 06.07.22
      17:00 - 17:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Gheorghe und Maria Glodean leben und arbeiten als Bauern wie ihre Vorfahren im Norden Rumäniens. Heu wird seit Jahrhunderten mit der Sense gemacht, so blieben Kulturlandschaften von außerordentlicher Biodiversität erhalten. Im Apuseni-Gebirge gedeiht Arnika noch in großer Menge und wird nachhaltig genutzt. Erst jetzt wird der Reichtum Rumäniens entdeckt, das als Armenhaus Europas bekannt ist. Er liegt in der Ursprünglichkeit des Landes. Die scheinbare Rückständigkeit eröffnet in Zeiten eines ins Schwanken gekommenen Fortschrittsglaubens einen neuen Reichtum und neue Perspektiven.

       

      Gheorghe Glodean und seine Frau Maria leben im Norden Rumäniens in Botiza. Dort, im Schatten der Karpaten, haben Globalisierung und Digitalisierung noch nicht Fuß gefasst. Gheorghe und Maria leben wie rund fünf Millionen Rumänen, also ein Viertel der Bevölkerung, von dem, was sie auf ihrem kleinen Stück Land erwirtschaften. "Das Glück besteht nicht aus Reichtum. Glück heißt, genug haben zum Leben", sagt Maria Glodean.

      Rumänien ist als Armenhaus Europas bekannt. Sein Reichtum wird erst jetzt entdeckt. Er liegt in der Ursprünglichkeit des Landes. Wo Heu seit Jahrhunderten mit der Sense gemacht wird, blieben Kulturlandschaften von außerordentlicher Biodiversität erhalten. Im Apuseni-Gebirge, im Westen Rumäniens, sind Wissenschaftler auf einen erstaunlichen Schatz gestoßen.

      Dort kann Arnika noch in großen Mengen gepflückt werden. Die empfindliche Pflanze, die zu Heilzwecken eingesetzt wird, lässt sich nicht künstlich anbauen. Jetzt können die Bewohner Profit aus der vermeintlichen Rückständigkeit der Region machen.

      In Siebenbürgen wurden bestehende dörfliche Strukturen behutsam restauriert. Mit Geduld, Überzeugungskraft und EU-Mitteln ist aus Deutsch-Weißkirch ein Musterdorf geworden. Für die Instandsetzung der prächtigen Bauernhöfe setzt man auf die Mithilfe aller. So ist eine neue Gemeinschaft gewachsen, in der auch die Roma und ihre althergebrachten Handwerke einen Platz haben. Die Menschen können zunehmend vom Tourismus leben.

      In Zeiten eines ins Schwanken gekommenen Fortschrittsglaubens eröffnet Rumäniens scheinbare Rückständigkeit neuen Reichtum und Perspektiven.

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