• 25.05.2022
      20:15 Uhr
      Unser Herz - Taktgeber des Lebens 3sat
       

      Es ist "nur" ein Muskel. Aber einer, der über Leben und Tod entscheiden kann: Unser Herz. Rund 100.000 Mal schlägt es pro Tag und trotzdem schenken wir ihm meist nur dann Beachtung, wenn es - im wahrsten Sinn des Wortes - aus dem Rhythmus kommt. Dabei könnten wir es jeden Tag mit einfachen Mitteln unterstützen und stärken. Auch, um die Belastungen des Alltags besser zu bewältigen und Herz,- Kreislauferkrankungen erst gar keine Chance zu geben. Dies und die interdisziplinäre Zukunft der Herzmedizin macht sich diese Ausgabe von treffpunkt medizin zur Herzensangelegenheit.

      Mittwoch, 25.05.22
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Es ist "nur" ein Muskel. Aber einer, der über Leben und Tod entscheiden kann: Unser Herz. Rund 100.000 Mal schlägt es pro Tag und trotzdem schenken wir ihm meist nur dann Beachtung, wenn es - im wahrsten Sinn des Wortes - aus dem Rhythmus kommt. Dabei könnten wir es jeden Tag mit einfachen Mitteln unterstützen und stärken. Auch, um die Belastungen des Alltags besser zu bewältigen und Herz,- Kreislauferkrankungen erst gar keine Chance zu geben. Dies und die interdisziplinäre Zukunft der Herzmedizin macht sich diese Ausgabe von treffpunkt medizin zur Herzensangelegenheit.

       

      In den letzten Jahrzehnten hat die Herzmedizin in Österreich einen hohen Standard erreicht. Selbst Patienten mit massiven Herzinfarkten oder schwerer Herzinsuffizienz haben mittlerweile gute Überlebenschancen.

      Was die Herzmedizin bis jetzt nicht kann: den einmal geschädigten Herzmuskel heilen oder zur Selbstheilung anregen. Genau das wäre aber ein Quantensprung in der Medizin und deshalb wird weltweit an Möglichkeiten geforscht, wie diese „Wiederbelebung des Herzens“ gelingen könnte.

      In Österreich gibt es dazu innovative und teilweise revolutionäre Forschungsansätze. Großes Vorbild für den Menschen ist der kleine Zebrafisch, der einen in der Evolution einzigartigen Mechanismus – der Reparatur von geschädigten Herzmuskelzellen genetisch eingebaut hat. Forscher der Medizinischen Universität Graz haben nun Substanzen und Vorgänge auf Zellebene identifiziert, die den Schaden, den ein Infarkt anrichtet, zukünftig zumindest minimieren soll.

      Die Methoden, an denen in Österreich geforscht wird, haben höchst unterschiedliche Ansätze, sind aber allesamt auch international hoch beachtet und teilweise exzeptionell und spektakulär. So wird in Innsbruck etwa während einer By-Pass-Operation der geschädigte Herzmuskel mithilfe von Stosswellen, wie sie ursprünglich für die Nierensteinzertrümmerung eingesetzt wurden, zur Heilung angeregt. Ein Verfahren, das sonst nirgendwo auf der Welt erforscht wird und zehn Jahre Vorlaufzeit benötigte.

      In Graz wiederum laufen nicht nur Studien mit speziellen Utraschallkathetern, die den Kalk in den Herzkranzgefäßen zertrümmern sollen, sondern auch Forschungen zu einer speziellen Form der Herzschwäche, die mit einer Art Überlauf im Herzen gelindert werden kann.

      Film von Christian Kugler

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.08.2022