• 24.01.2022
      19:45 Uhr
      Die USA in einem Zug (2/2) Vom Wilden Westen nach Hollywood | 3sat
       

      Von Chicago aus führt der zweite Teil der Reise über Dodge City, Albuquerque in New Mexico und den Grand Canyon bis nach Los Angeles, der Stadt der Hoffnung an der amerikanischen Westküste.

      Amerika ist zwar ein Land der Autofahrer, aber die USA lassen sich auch mit der Eisenbahn erobern. Der zweiteilige Film unternimmt eine 7500 Kilometer lange Reise von New York bis nach L.A. Sie führt in nur sechs Tagen quer durch den gesamten Kontinent.

      Montag, 24.01.22
      19:45 - 20:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Von Chicago aus führt der zweite Teil der Reise über Dodge City, Albuquerque in New Mexico und den Grand Canyon bis nach Los Angeles, der Stadt der Hoffnung an der amerikanischen Westküste.

      Amerika ist zwar ein Land der Autofahrer, aber die USA lassen sich auch mit der Eisenbahn erobern. Der zweiteilige Film unternimmt eine 7500 Kilometer lange Reise von New York bis nach L.A. Sie führt in nur sechs Tagen quer durch den gesamten Kontinent.

       

      Mit dem Zug quer durch Amerika, auf den Spuren der Siedler, die sich einst auf ihren Planwagen Richtung Westen aufmachten. Damals war der Treck ständig bedroht von Dürre, Hitze oder Indianerüberfällen. Heute ist das Reisen bequemer geworden, von einer geräumigen Kabine mit Duschbad aus entfaltet sich eine grandiose Aussicht auf das Panorama, das draußen vorbeigleitet.

      Der Reisende John Moore schaut auf die Great Plains. Hier im Land riesiger Farmen und Herden ist er zu Hause. "Zugfahren entspricht meinem Naturell", sagt er nachdenklich. Auf meiner Farm geht auch alles gemächlich zu. Das Leben ist zu kurz, um es in Hektik und Stress zu verbringen". In Dodge City, dem nächsten Halt des Zuges, knallten einst die Colts, und Wyatt Earp sorgte für Ordnung. Auf dem Viehmarkt von Dodge tragen die Männer auch heute Cowboyhut und klirrende Sporen und zeigen keine Angst vor wilden Bullen. Auf John Moores Farm können Männer Kindheitsträume verwirklichen und für 14 Tage Cowboy spielen. Der Weg nach Albuquerque führt durch Wüsten und über schroffe Berge. Auf dem Bahnsteig von Albuquerque bieten Navajos und Hopi-Indianer aus umliegenden Reservaten Kunsthandwerk und Silberschmuck an. Voller Bitterkeit erzählen sie über die Untaten der weißen Siedler, die sie einst ihrer Existenz beraubten, ihre Büffel abschlachteten und ihre Kultur zerstörten. Am Naturwunder Grand Canyon öffnet sich das Geschichtsbuch der Erdentwicklung. Mutige Reisende schwingen sich auf Maulesel und reiten in den Canyon hinunter. Mit ein wenig Glück sehen sie sogar den größten fliegenden Vogel der Erde, den kalifornischen Condor.

      Die Zugreise endet am von Palmen gesäumten Pazifik in Los Angeles. Die Schauspielerin Jessica Cardinal verabschiedet sich in aller Eile. Sie ist auf dem Weg zu ihrer Agentin, in der Hoffnung auf einen neuen Job. Die aus Deutschland stammende Künstlerin räumt ein, leicht sei es nicht, sich in der Traumfabrik Hollywood durchzuschlagen.

      Der Schaffner Georges - aus Argentinien auf der Suche nach dem großen Glück nach Amerika eingewandert - hat jetzt Pause. Ihn interessiert das mondäne Luxusleben Hollywoods nicht. Er freut sich einfach, in aller Ruhe im Café am Pazifik sitzen zu können. Nach fünf Tagen fährt er aufs Neue mit dem Zug von Los Angeles zurück nach New York - in sechs Tagen quer durch Amerika.

      Ein Film von Rita Knobel-Ulrich

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