• 25.06.2022
      20:15 Uhr
      Spiel mir das Lied vom Tod Spielfilm Italien/USA/Spanien 1968 (C'era una volta il West) | SWR Fernsehen RP
       

      Ein unbekannter Mann mit einer Mundharmonika kämpft als einsamer, unbarmherziger Rächer gegen den skrupellosen Bandenchef namens Frank und einen Eisenbahn-Mogul, der über Leichen geht.
      Sergio Leones Meisterwerk zählt zu den größten Kultfilmen aller Zeiten. Für sein opernhaft inszeniertes Westernepos ließ er sich von Märchen und der klassischen Mythologie inspirieren, zitiert dabei den US-Western ebenso wie den Italowestern.

      Samstag, 25.06.22
      20:15 - 22:55 Uhr (160 Min.)
      160 Min.

      Ein unbekannter Mann mit einer Mundharmonika kämpft als einsamer, unbarmherziger Rächer gegen den skrupellosen Bandenchef namens Frank und einen Eisenbahn-Mogul, der über Leichen geht.
      Sergio Leones Meisterwerk zählt zu den größten Kultfilmen aller Zeiten. Für sein opernhaft inszeniertes Westernepos ließ er sich von Märchen und der klassischen Mythologie inspirieren, zitiert dabei den US-Western ebenso wie den Italowestern.

       

      Stab und Besetzung

      Mann mit der Mundharmonika Charles Bronson
      Jill McBain Claudia Cardinale
      Frank Henry Fonda
      Cheyenne Jason Robards
      Morton Gabriele Ferzetti
      Brett McBain Frank Wolff
      Sheriff Keenan Wynn
      Sam Paolo Stoppa
      Wobbles Marco Zuanelli
      Barkeeper Lionel Stander
      1. Revolvermann am Bahnhof Woody Strode
      2. Revolvermann am Bahnhof Al Mulock
      3. Revolvermann am Bahnhof Jack Elam
      Regie Sergio Leone
      Kamera Tonino Delli Colli
      Musik Ennio Morricone
      Drehbuch Sergio Donati
      Sergio Leone

      Ende des 19. Jahrhunderts, der Westen der USA wird immer weiter mit Eisenbahnlinien erschlossen. Der Kampf um das Land wird verbissen geführt. Eines seiner Opfer ist der Siedler McBain (Frank Wolff), der mit seinen Kindern gerade auf die Ankunft seiner neuen Frau Jill (Claudia Cardinale) wartet. Er und die Kinder werden rücksichtslos ermordet, weil sein Land mit dem dringend benötigten Wasser für den Eisenbahnmogul Morton unverzichtbar ist. Für die dreckige Arbeit hat Morton (Gabriele Ferzetti) den Banditen Frank (Henry Fonda) und dessen Bande angeheuert, deren Markenzeichen lange Staubmäntel sind.

      Als McBains Witwe Jill beschließt, das Land und die Farm selbst weiterzuführen, macht sich Frank auf eigene Rechnung an sie heran. Doch da ist auch noch der Namenlose mit der Mundharmonika (Charles Bronson), der sich direkt nach der Ankunft mit dem Zug dreier Angreifer erwehren musste. Er schlägt sich, ohne jede emotionale Regung, auf die Seite der alleinstehenden Frau, die sich prompt in ihn verliebt. Er widersetzt sich Mortons Plänen – und scheint auch eine alte Rechnung mit Frank begleichen zu wollen. Nach zahlreichen Toten kommt es zum finalen Showdown, bei dem Frank von der Vergangenheit eingeholt wird.

      Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" als einen der faszinierendsten und größten Western aller Zeiten zu bezeichnen, bedeutet, "Eulen nach Athen zu tragen". Zusammen mit Dario Argento und Bernardo Bertolucci sowie Sergio Donati (Drehbuch) schuf er die Grundlage für einen Film, dessen opernhaft-epische Inszenierung stilbildend wurde. Leone bediente sich meisterhaft aller Möglichkeiten der Filmsprache, angefangen bei großartigen Panoramaeinstellungen und überraschenden Großaufnahmen, die durch die ungewöhnliche Art der Montage und die Länge der Einstellungen ihre volle Wirkung entfalten können. Dazu kommt eine Rollenbesetzung, die Charles Bronson ins Rampenlicht katapultierte, während Henry Fonda ganz gegen sein bisheriges Image als skrupelloser Bösewicht gecastet wurde.

      Eng verbunden mit dem Film ist der legendäre Soundtrack, den der jüngst verstorbene Ennio Morricone komponierte. Aber nicht nur unsterbliche, leitmotivisch eingesetzte Melodien steuerte Morricone bei, sondern auch die Idee (angeregt durch John Cage und seine Musik der Stille), die berühmte Eingangssequenz mit der Ankunft des Unbekannten ganz ohne Musik, sondern nur mit pointiert eingesetzten Geräuschen zu "untermalen".

      Kurioserweise verdankt sich der deutsche Titel einem Dialogsatz, der in der Originalfassung des Films so überhaupt nicht vorkommt. Der Originaltitel des Films (etwa: Es war einmal im Wilden Westen) verweist dagegen zusätzlich auf die epische Dimension dieses Edelwestern, auf seinen sehnsüchtig-nostalgischen Charakter: dem Abgesang auf eine Zeit, die von der Zivilisation und Moderne (Eisenbahn) eingeholt wird.

      Charles Bronson gelang mit diesem Film der Aufstieg zum Superstar. Mit einem Einspielergebnis von weltweit knapp 60 Millionen Dollar - damals ein gigantischer Kinoerfolg - blieb er lange Zeit der erfolgreichste Western. Unvergessen bleibt die opernhafte Filmmusik Ennio Morricones, die Filmgeschichte schrieb.

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      Samstag, 25.06.22
      20:15 - 22:55 Uhr (160 Min.)
      160 Min.

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